Wolters Kluwer punktet mit starker digitaler Präsenz

Der niederländische Informationsdienstleister Wolters Kluwer hat das vergangene Jahr mit einem erfreulichen Anstieg bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Das Unternehmen profitierte besonders von seinen digitalen Plattformen, deren fast 70 Prozent der Erlöse durch KI-gestützte Lösungen generiert wurden, wie die scheidende Konzernchefin Nancy McKinstry erläuterte. Die Finanzmärkte nahmen die Ergebnisse allerdings mit gemischten Gefühlen auf, obwohl die Bekanntgabe eines Aktienrückkaufs gemacht wurde.
Die Aktien des Unternehmens, die im bisherigen Jahr bereits einen Verlust von etwa 29 Prozent aufweisen, erlebten im frühen Handel einen Rückschlag von fast drei Prozent, konnten sich jedoch später ins Plus bewegen. Im vergangenen Jahr sank der Börsenwert von Wolters Kluwer um beachtliche 63 Prozent auf unter 15 Milliarden Euro, was dem Unternehmen die Schlussposition im Eurozonen-Index EuroStoxx 50 einbrachte.
Der Umsatz von Wolters Kluwer stieg 2025 um vier Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, bereinigt um Währungswechsel hätte es ein Plus von sieben Prozent gegeben. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um fünf Prozent auf nahezu 1,7 Milliarden Euro, wobei die Marge sich auf 27,5 Prozent verbesserte und somit das obere Ende der Firmenziele erreichte. Der Nettogewinn stieg um über 20 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Die Dividende soll um acht Prozent auf 2,52 Euro je Aktie ansteigen, während ein Rückkauf von Aktien im Wert von bis zu 500 Millionen Euro für 2026 geplant ist.
Für das kommende Jahr rechnet Wolters Kluwer mit einer weiteren Steigerung der operativen Marge auf etwa 28 Prozent. Das Unternehmen bietet spezialisierte Fachinformationen und Softwarelösungen für verschiedene Berufe an, darunter Juristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer sowie Fachpersonal im Gesundheitswesen und Finanzsektor.

