Wirtschaftliche Wellen: Großbritanniens Unternehmensstimmung sinkt überraschend
Eine unerwartete Abkühlung der Wirtschaftsstimmung zeichnet sich im Vereinigten Königreich ab. Der jüngste Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global verzeichnete im Juli einen Rückgang um 1,0 Punkte auf 51,0 Punkte, was auf den ersten Blick nach einer negativen Überraschung klingt. Dennoch bleibt der Index über der entscheidenden 50-Punkte-Schwelle, die weiterhin Wachstum signalisiert, und liegt damit knapp unter den Erwartungen der Prognostiker, die einen Rückgang auf 51,8 Punkte vorausgesehen hatten.
Besonders bemerkenswert zeigt sich die Industrie: Trotz eines erholten Stimmungsbildes bleibt dieser Bereich noch unterhalb der Schwelle, die Expansion anzeigt. Der Dienstleistungssektor hingegen musste erhebliche Abstriche hinnehmen, behält aber dennoch ein positives Wachstum bei.
Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung scheint die durch die gestiegenen Beschäftigungskosten beeinflusste Unternehmenslandschaft zu sein. Chris Williams, renommierter Chefvolkswirt bei S&P Global Market Intelligence, betont, dass die sich verschlechternde Auftragslage, das sinkende Unternehmensvertrauen und die steigenden Kosten als Bremsfaktoren wirken. Nicht zuletzt die Arbeitsmarktpolitik der Regierung, die für höhere Kosten bei der Beschäftigung sorgte, wird kritisch betrachtet.

