Wirtschaftliche Stagnation und Edelmetall-Höhenflug: Ein gemischter Jahresstart
Die Wirtschaft in Deutschland erfährt zu Beginn des Jahres 2025 unerwarteten Stillstand. Der Ifo-Geschäftsklimaindex bleibt im Januar konstant bei 87,6 Punkten, entgegen der Prognosen von Volkswirten, die einen moderaten Anstieg erwarteten. Clemens Fuest vom Ifo-Institut kommentiert die Situation: „Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr.“
Parallel dazu setzt der Edelmetallmarkt seinen Aufwärtstrend fort. Der Goldpreis überschreitet erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar, während auch der Silberpreis weiter zulegt. Die Gründe für diesen Trend liegen in geopolitischen Unsicherheiten und den spekulativen Erwartungen an fallende Zinsen in den USA.
Inzwischen zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass viele Unternehmen in Deutschland nicht ausreichend auf mögliche kriegsbedingte Infrastrukturausfälle vorbereitet sind, da nur eine von fünf befragten Firmen entsprechende Vorkehrungen getroffen hat. Auch auf politischer Ebene bleibt die Lage angespannt. Der Vorstoß der CDU, den Rechtsanspruch auf Teilzeit zu vermindern, stößt auf heftige Kritik, unter anderem von Manuela Schwesig, die die Forderungen als unklug bezeichnet.
Die Grünen hingegen setzen auf mehr europäische Unabhängigkeit, indem sie Investitionen in Künstliche Intelligenz und eine europäische Cloud anstreben. Franziska Brantner betont die Bedeutung einer eigenständigen Rohstoffreserve, um europäische Interessen zu stärken.
Im Kontrast dazu zeigt sich die US-Wirtschaft robust: Die Auftragseingänge für langlebige Güter stiegen im November unerwartet um 5,3 Prozent. Dies spiegelt eine Erholung wider, nachdem die Bestellungen im Vormonat gefallen waren. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte hingegen in Hamburg auf dem Nordsee-Gipfel die Notwendigkeit von mehr Vollzeitarbeit zur Steigerung der Produktivität in Deutschland.
Die IG Metall verzeichnet aufgrund der schwachen Konjunktur und Stellenkürzungen einen weiteren Rückgang ihrer Mitgliederzahl. Die größte deutsche Gewerkschaft verliert zum siebten Mal in Folge an Mitgliedern. Abschließend beschließt die EU, den Gasimport aus Russland bis 2027 vollständig zu stoppen und untermauert damit ihre energiepolitische Wende. Die Mitgliedsstaaten haben sich auf einen schrittweisen Abbau der Gaslieferungen geeinigt.

