Wintersturm "Elli" legt Fährverkehr an der Nordseeküste lahm
Der bevorstehende Wintersturm "Elli" hat die Nordseeküste Niedersachsens fest im Griff und sorgt für weitreichende Einschränkungen im Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln. So bleiben am Freitag mehrere Inseln, darunter die beliebten Urlaubsziele Langeoog, Norderney und Wangerooge, für den Schiffsverkehr unerreichbar.
Auf Langeoog entschied die Inselgemeinde angesichts der drohenden orkanartigen Böen und heftigen Schneefälle gemeinsam mit zunehmendem Niedrigwasser, die Fährverbindungen zum Festland vollständig einzustellen. Eine sichere An- und Abreise sei schlicht nicht möglich, wie eine Vertreterin der Inselgemeinde informierte.
Auch Wangerooge bleibt vom Fährverkehr abgeschnitten: Die Deutsche Bahn, deren Tochterfirma die Fähren betreibt, strich sämtliche Abfahrten zur Insel. Ebenso wird es keine Schiffsverbindungen von und nach Spiekeroog geben. Besonders problematisch zeigt sich der starke Ostwind, der in dieser Jahreszeit zwar nicht ungewöhnlich ist, aber das Wasser von der Küste wegdrückt und den Betrieb der Fähren erheblich einschränkt.
Ähnlich betroffen ist der Verkehr zur Insel Juist, wie die Reederei Norden-Frisia bekanntgab. Der geplante Fährverkehr fällt aufgrund der prognostizierten Wetterbedingungen ebenfalls aus. Norderney erleidet ein ähnliches Schicksal: Die Fährgesellschaft hatte ursprünglich nur einzelne Abfahrten gestrichen, nun wird der gesamte Verkehr zum Festland ausgesetzt.
Bei der Baltrum-Linie sind lediglich für Freitagnachmittag noch je eine Überfahrt zum Festland und zur Insel Neßmersiel vorgesehen. Alle weiteren Verbindungen wurden gestrichen. Auch die AG Ems, verantwortlich für den Verkehr zwischen Emden und Borkum, musste am Freitag einige Fährfahrten aus dem Plan nehmen.

