Wiener Börse unter Druck: ATX verliert schwungvoll trotz neuer Höhen
Mit einem Verlust hat der Wiener Aktienmarkt die Handelswoche beendet. Der ATX fiel um 1,35 Prozent auf 5.103,16 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich mit beeindruckenden 5.184,82 Punkten ein neues Allzeithoch erklommen hatte. Auch der breitere ATX Prime hinterließ mit einem Rückgang von 1,19 Prozent auf 2.536,98 Punkte keine günstige Spur. Das europäische Marktumfeld zeichnete sich mehrheitlich durch rote Vorzeichen aus.
Die Entwicklung in den USA sorgte für Rückwärtsschritte auch an den europäischen Börsen. Inflationsdaten aus Deutschland und Frankreich blieben weitgehend ohne nennenswerte Effekte. Im Blickpunkt der Anleger steht die bevorstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Experten der Helaba erwarten diesmal keine Anpassung der Zinssätze.
Unternehmensseitig blieb es in Österreich ruhig. Erwähnenswert ist die Bestätigung der Kaufempfehlung für die UBM-Aktien durch die Analysten der Erste Group, die weiterhin ein Kursziel von 28,00 Euro prognostizieren. Trotz dieser positiven Bewertung sanken die UBM-Titel um 1,4 Prozent auf 21,20 Euro.
Die Bankenbranche zählte zu den Verlierern des Tages: Die Aktien der Erste Group fielen um 4,07 Prozent, Bawag notierte 1,7 Prozent tiefer und die RBI-Papiere gaben um 1,64 Prozent nach. DO&CO verzeichnete einen Rückgang von 3,38 Prozent, während Polytec um 2,4 Prozent auf 3,26 Euro fiel. Doch nicht alles leuchtet rot: Die Aktien der Vienna Insurance Group legten mit einem Plus von 4,22 Prozent stark zu, und auch Zumtobel sowie RHI Magnesita verzeichneten positive Kursentwicklungen um 2,87 und 2,04 Prozent.

