Wiener Börse: ATX trotzt trübem europäischen Umfeld
Die Wiener Börse beendete den Handelstag am Mittwoch mit einem leichten Plus, während das europäische Marktumfeld uneinheitlich blieb. Der Leitindex ATX verbesserte sich um 0,08 Prozent und schloss bei 5.177,59 Punkten. An der Wall Street hingegen zeigten sich die Kurse zuletzt im Rückwärtsgang.
Weder die jüngsten Stimmungsindikatoren aus der Eurozone noch der jüngste US-Arbeitsmarktbericht sorgten für große Bewegung an den Finanzmärkten, wie Experten der Helaba erklärten. Die mit Spannung erwarteten Inflationsdaten rücken nun in den Mittelpunkt und könnten wichtige Hinweise für die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed liefern. Auch die Zinssitzungen der EZB und der Bank of England werden mit Interesse erwartet. Enttäuschend fiel jedoch das aktuelle Ifo-Geschäftsklima in Deutschland aus, das die Erwartungen nicht erfüllte.
Bei den österreichischen Aktien setzten lediglich wenige Unternehmen Akzente. Die Vienna Insurance Group konnte um 6,2 Prozent steigern und baute damit auf ihre positive Jahresperformance auf. Dies ist auch der Bestätigung einer Kaufempfehlung durch Analysten der Erste Group zu verdanken, die ihr Kursziel signifikant anhoben. Die Uniqa-Aktien verzeichneten ebenfalls ein Plus von 1,2 Prozent.
Zu den Schwergewichten im Bankenbereich zählten Bawag, die leicht um 0,1 Prozent fielen, während Erste Group um 0,6 Prozent zulegen konnte. Raiffeisen hingegen verlor 1,4 Prozent an Wert. Voestalpine und Wienerberger mussten leichte Verluste hinnehmen, während OMV sich etwas erholen konnte. Technologiewerte wie AT&S und Frequentis gerieten unter Druck, auch wenn sie im bisherigen Jahresverlauf mit beeindruckenden Gewinnen glänzen konnten.
Wirtschaftsnachrichten aus Österreich brachten die anhaltend hohe Inflation in den Fokus. Der Anstieg der Verbraucherpreise um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bleibt eine Herausforderung, obwohl die endgültigen Inflationszahlen moderater ausfielen als ursprünglich geschätzt. In der Eurozone verbleibt die Inflationsrate stabil bei 2,1 Prozent.

