Wiener Börse mit sanftem Plus: Überraschungen aus den USA prägen Handelstag

Die Wiener Börse verzeichnete am Donnerstag einen leichten Zuwachs, wobei der Leitindex ATX um 0,24 Prozent auf 5.190,20 Punkte kletterte. Spannende Entwicklungen an den europäischen Börsen und der Wall Street trieben die Aktienkurse hingegen deutlicher in die Höhe. Vor allem die überraschend niedrigen Inflationszahlen aus den USA sorgten für Optimismus und nährten Hoffnungen auf mögliche Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Im Euroraum herrschte derweil Stabilität bei den Leitzinsen, da die Europäische Zentralbank erwartungsgemäß keine Veränderungen vornahm. Notenbankpräsidentin Christine Lagarde stellte zudem keine zukünftigen Zinsänderungen in Aussicht, was kaum Auswirkungen auf die Märkte hatte.
Am österreichischen Aktienmarkt standen speziell drei Unternehmen im Rampenlicht: die Erste Group, Raiffeisen Bank International und die EVN. Die Erste Group erhielt die Genehmigung für den milliardenschweren Kauf eines Anteils an der polnischen Santander Bank Polska und verzeichnete einen Kursgewinn von 0,8 Prozent. Die EVN berichtete über einen Gewinnrückgang, konnte allerdings mit einem angehobenen Ausblick punkten und legte um drei Prozent zu.
Ein Schiedsgericht in Kaliningrad urteilte im Rechtsstreit zwischen der sanktionierten russischen Rasperia und der Strabag SE gegen die österreichischen Kernaktionäre zugunsten der Russen. Die AO Raiffeisenbank muss nun Rückstellungen bilden und will gegen das Urteil Berufung einlegen. Infolge dessen verlor die RBI-Aktie 2,6 Prozent.
Erfreulicher war die Anpassung des Kursziels für Voestalpine, obwohl das Anlagevotum von "accumulate" auf "hold" geändert wurde. Dennoch verzeichnete die Aktie einen leichten Rückgang. Abschließend kamen die Aktien der Vienna Insurance Group um 3 Prozent zurück, während sich die Technologietitel von AT&S mit einem beeindruckenden Jahresplus von 146 Prozent an die Spitze des Prime-Market-Segments setzten.

