Wiener Börse erleidet Verluste – ATX schließt schwächer
Die Wiener Börse beendet den Handelstag mit Fallstricken: Der prominente Aktienindex ATX notierte zum Börsenende mit einem Verlust von 0,85 Prozent bei 3715,27 Punkten. Im Gegensatz dazu konnte der ATX Total Return, der Dividendenausschüttungen einschließt, einen Zuwachs von 0,54 Prozent verzeichnen.
Hauptsächlich lasteten Wertminderungen bei der Erste Group auf dem ATX, die einen deutlichen Einbruch von 5,6 Prozent hinnehmen musste. Ebenfalls zu den Verlierern gehörte die Vienna Insurance Group, die mit einem Abschlag von 3,7 Prozent abgeschlossen hat. Beide Aktien wurden am Montag ex-Dividende gehandelt.
Hingegen setzte die s Immo ihren Aufwärtstrend fort, indem sie am Montag um beachtliche 6,9 Prozent zulegte und damit an ihren spürbaren Gewinn vom Freitag anknüpfte. Die positive Entwicklung bei der Immobiliengesellschaft wurde durch gesteigerte Mieterlöse und ein verbessertes Ergebnis im ersten Quartal begünstigt. Im Rahmen der Börsennachrichten wird erwartet, dass Immofinanz, die einen leichten Wertverfall von 0,2 Prozent aufwies, ihre Quartalsbilanz präsentiert.
Des Weiteren hat Immofinanz Pläne für ein Squeeze-out bei der Tochter s Immo veröffentlicht, wobei Minderheitsaktionäre gegen eine Bargeldkompensation ihre Anteile abtreten sollen. Der Wert der Kompensation soll durch ein unabhängiges Bewertungsgutachten ermittelt werden.
Einen positiven Trend verzeichneten auch die Aktien der Porr, die sich um 1,8 Prozent auf 14,60 Euro verteuerten. Dieser Anstieg folgte auf eine Bestätigung der Kaufempfehlung "Buy" durch Analysten der Erste Group nach jetzigen Geschäftszahlen, wobei das Kursziel von 18,7 auf 20,0 Euro angehoben wurde.
Zudem konnten OMV-Aktien um 0,6 Prozent zulegen. Hintergrund dafür war ein Gerichtsentscheid in Russland, der im Zusammenhang mit EU-Sanktionen stand, und somit im Streit zwischen der Gazprom-Tochter, die für den Gasexport verantwortlich ist, und der OMV Gas Marketing and Trading GmbH ein Stockholmer Schiedsverfahren betrifft. Dies könnte auch auf der Hauptversammlung der OMV, die am Dienstag abgehalten wird, ein Thema sein.
Konjunkturdaten, einschließlich des stagnierenden deutschen Ifo-Geschäftsklimas, welches im Mai den Vormonatswert von 89,3 Punkten spiegelte und die Erwartungen nicht traf, beeinflussten die Marktlage kaum. Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage negativer, doch wurden kommende Monate optimistischer gesehen. (eulerpool-AFX)

