Wiener Börse bleibt im Plus: ATX und ATX Prime mit leichten Zuwächsen
Der österreichische Aktienmarkt beendete den Montagshandel mit einem kleinen Plus. Der ATX-Index konnte mit einem leichten Anstieg von 0,11 Prozent auf 5.525,07 Punkte punkten, während der ATX Prime um 0,08 Prozent auf 2.742,68 Zähler zulegte. Insgesamt herrschte an den europäischen Aktienmärkten ein uneinheitliches Bild, ohne klare Tendenz.
Der Handelsfokus verschiebt sich nach einer geopolitisch geprägten Vorwoche nun wieder auf bevorstehende makroökonomische Ereignisse und Unternehmenszahlen. Besonders erwartet wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch bekannt gegeben wird. Zudem stehen die Bilanzen mehrerer großer US-Technologiekonzerne im Zentrum des Interesses, während in Österreich speziell die Ergebnisse der RBI im Blickpunkt stehen.
Gleichzeitig bleiben die Ukraine-Verhandlungen ein Dauerthema. Die erste Gesprächsrunde zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und den USA in Abu Dhabi endete am Samstag ohne nennenswerte Fortschritte, wird aber am kommenden Sonntag fortgeführt.
Im Wiener Markt erregten Analystenbewertungen Aufsehen. Die Aktie von OMV fiel um 1,8 Prozent auf 49,22 Euro, nachdem Goldman Sachs das Papier von „Neutral“ auf „Sell“ herabgestuft und das Kursziel von 48 auf 44 Euro gesenkt hatte.
Für die RBI-Aktien bestätigte die Deutsche Bank die „Hold“-Empfehlung, hob jedoch das Kursziel von 27 auf 32 Euro an. Analystin Marlene Eibensteiner sieht hier zwar einen Rückgang der operativen Leistung, erwartet jedoch auch steigende Risikokosten im Vergleich zum Vorquartal. Die RBI-Aktien schlossen 1,8 Prozent höher bei 39,60 Euro.
Unterdessen verharrten die Analysten der UBS bei ihrer Einschätzung für Wienerberger mit einem „Sell“-Votum und einem Kursziel von 25,00 Euro. Trotz einer herausfordernden Entwicklung in Nordamerika, bedingt durch den Rückgang im Wohnneubau, kletterten die Aktien von Wienerberger dennoch um 1,2 Prozent auf 28,44 Euro. Zusätzlichen Rückenwind erhielt der ATX durch Kursgewinne von bis zu 0,7 Prozent bei Andritz, Erste Group und Bawag. Auf der Verliererseite standen unter anderem Titel aus der Baubranche.

