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Wie aus kleinen Sparbeträgen ein Vermögen von 275.000 Euro wird

25. Juli 2025, 14:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Optimismus beeinflusst maßgeblich das Sparverhalten: Wer an ein besseres finanzielles Morgen glaubt, spart mehr. Ein einfacher Ansatz zeigt, wie mit kleinen Beträgen große Vermögen entstehen können.

Wer glaubt, spart – und wer spart, gewinnt

Es ist nicht die Gehaltshöhe, nicht das BWL-Studium, nicht mal die Finanzbildung: Was am stärksten darüber entscheidet, ob Menschen regelmäßig Geld zurücklegen, ist laut einer neuen Studie eine innere Haltung – Optimismus.

Ein internationales Forscherteam hat über 143.000 Menschen in 14 Ländern untersucht. Ergebnis: Optimistische Menschen sparen im Durchschnitt fast 17 Prozent mehr als Pessimisten – unabhängig davon, wie viel sie verdienen, wie alt sie sind oder ob sie allein oder im Paar leben.

Und vor allem: Je knapper das Einkommen, desto größer ist der Unterschied. Optimismus scheint gerade dann entscheidend, wenn jeder Euro zählt.

Das psychologische Fundament von Vermögen

Die Studie, veröffentlicht im renommierten Journal of Personality and Social Psychology, ist die bislang größte ihrer Art. Die Forscher verknüpften Langzeitdaten aus Bankkonten mit psychologischen Fragebögen.

Besonders spannend: Auch wenn man andere Faktoren wie Gewissenhaftigkeit, Risikoneigung oder Finanzwissen herausrechnet, bleibt der Effekt bestehen.

Heißt konkret: Ein Mensch, der glaubt, dass seine finanzielle Zukunft gut ausgeht, spart mehr – ganz egal, ob er sich in ETFs auskennt oder nicht.

„Optimismus ist gerade für Menschen mit geringem Einkommen ein entscheidender psychologischer Hebel“, sagt Hauptautor Joe Gladstone.

Sparen allein reicht nicht – investieren macht den Unterschied

Wer Monat für Monat Geld beiseitelegt, tut bereits viel richtig. Doch um aus kleinen Beträgen ein großes Vermögen zu machen, braucht es mehr als nur Disziplin: Man muss bereit sein, langfristig zu investieren – und dem Kapital Zeit geben. Genau hier spielt der Optimismus erneut seine Stärke aus.

Denn wer an die eigene Zukunft glaubt, kann Kursschwankungen besser ertragen. Er ist eher bereit, Risiken einzugehen – und langfristig dabeizubleiben. Ein optimistischer Sparer wird zum rationalen Anleger.

Gerade Menschen mit geringem Einkommen profitieren vom Optimismus-Effekt: Sie sparen prozentual deutlich mehr – wenn sie an ihre finanzielle Zukunft glauben.

Vom 50er zur Viertelmillion

Was das konkret bedeutet, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel: Wer über 35 Jahre hinweg jeden Monat 50 Euro in einen breit gestreuten Aktienfonds investiert – etwa den iShares Core MSCI World oder den Xtrackers MSCI World –, kommt bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 8–9 % (historisch konservativ gerechnet) auf ein Endvermögen von rund 275.000 Euro.

Dabei wurden insgesamt nur 21.000 Euro eingezahlt. Der Rest: Zinseszinseffekt. Es ist die Magie langfristigen Denkens – und der Beweis, wie viel aus wenig werden kann, wenn man früh beginnt und durchhält.

Ein mentaler Vorsprung, der sich rechnet

Natürlich bleibt auch der Optimismus keine Wunderwaffe: Wer dauerhaft unterhalb des Existenzminimums lebt, kann auch mit bester Laune nicht viel zur Seite legen. Doch die Studie zeigt: Selbst bei schwieriger Ausgangslage ist es möglich, sich durch kleine Schritte und Zuversicht finanziell zu verbessern.

Das erklärt auch, warum in Ländern mit schwächeren Sozialsystemen der Optimismus noch stärkere Wirkung entfaltet: Dort, wo der Staat weniger absichert, hängt mehr von der inneren Haltung ab. Und genau dort sparen Optimisten besonders viel – weil sie an ein besseres Morgen glauben.

Nicht Wissen, sondern Haltung bringt den Wandel

Eines der bemerkenswertesten Ergebnisse der Studie: Finanzwissen spielt eine geringere Rolle als gemeinhin angenommen. Zwar kann es helfen, kluge Entscheidungen zu treffen – doch das eigentliche Fundament für Vermögensaufbau ist mentaler Natur. Wer glaubt, dass es sich lohnt, für die Zukunft vorzusorgen, wird es auch tun.

Wer dagegen überzeugt ist, dass "eh alles nichts bringt", spart meist gar nicht erst – selbst dann, wenn er objektiv dazu in der Lage wäre.

Der erste Schritt ist nicht finanziell – sondern emotional

Für viele Menschen klingt ein Depotaufbau nach Börsenjargon, ETFs, Steuerfreibeträgen und Renditezielen. Dabei beginnt der Weg zum Vermögen oft ganz woanders: im Kopf. Wer beginnt, die eigene Zukunft positiv zu sehen, legt das wichtigste Fundament für Wohlstand.

Und wer dann noch regelmäßig kleine Beträge investiert – nicht spekuliert –, braucht kein hohes Gehalt, sondern nur Geduld. 35 Jahre Geduld, 50 Euro im Monat, und eine Überzeugung: Ich glaube daran, dass es besser wird.

Finanzen / Reichtum / Vermögensaufbau / Optimismus / Sparen
[InvestmentWeek] · 25.07.2025 · 14:00 Uhr
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