WHO befürchtet weiterhin Bedrohung der globalen Gesundheit durch Covid-19
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußerte erneut ihre Besorgnis über den Umgang mit der Covid-19-Pandemie weltweit. Laut der Corona-Expertin Maria Van Kerkhove bleibt Covid-19 trotz fehlender Krise eine Bedrohung für die globale Gesundheit. Die WHO bemängelt, dass noch immer zu wenig Menschen geimpft werden und zu wenig Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Um das Infektionsrisiko zu minimieren, betonte Van Kerkhove die Bedeutung von Masken in Situationen, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Zudem sollten Personen mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben und Räume regelmäßig gut gelüftet werden. Die WHO fordert zudem eine intensivere Untersuchung und Behandlung von Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion.
Nach Schätzungen haben etwa sechs Prozent der Menschen, die Symptome einer Covid-19-Infektion zeigen, mit langfristigen Komplikationen zu kämpfen. Diese Komplikationen umfassen unter anderem starke Ermüdung, neurologische Leiden und Herzerkrankungen. Die WHO ist besorgt darüber, welche Folgen sich in fünf oder mehr Jahren noch zeigen werden. Daher plädiert die Organisation dafür, Infektionen so gut wie möglich zu vermeiden und betont die Schutzwirkung der Impfstoffe. Insbesondere Menschen über 75 Jahren und jüngere Personen mit Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sollten alle sechs bis zwölf Monate eine Auffrischungs-Impfung erhalten.
Ein weiterer Kritikpunkt der WHO ist die niedrige Testrate in vielen Ländern. Dadurch wird vermutet, dass die tatsächliche Anzahl der Covid-19-Fälle deutlich höher ist als gemeldet. Untersuchungen von Abwasserproben lassen darauf schließen, dass das Virus zwischen 2- bis 19-mal so weit verbreitet ist wie bisher angenommen. Bis Ende 2023 wurden der WHO rund sieben Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die tatsächliche Zahl mindestens dreimal so hoch ist.
Diese Entwicklungen geben der WHO Anlass zur Sorge und verdeutlichen die Notwendigkeit, weiterhin Anstrengungen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie zu unternehmen. (eulerpool-AFX)

