Wero auf Wachstumskurs: Sparkassen-Payment zieht neue Nutzer an
Der Bezahldienst Wero erfreut sich eines kontinuierlichen Nutzerzuwachses, da sich über eine Million Kunden der Sparkassen in Deutschland bereits innerhalb eines Jahres nach Markteinführung für den Dienst entschieden haben. So vermeldet der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) einen beachtlichen Erfolg und setzt nun auf den Ausbau ihrer Dienste im Online-Handel.
Joachim Schmalzl, geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim DSGV, hebt hervor, dass das Wachstum von Wero nicht nur auf Vertrauen und Alltagstauglichkeit basiert, sondern sich auf natürliche Weise entwickelt. Die Einführung im Online-Handel stellt den nächsten logischen Schritt dar.
Unterstützt wird das Vorhaben durch die European Payments Initiative (EPI), die aus einem Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern besteht. Mit Wero streben sie eine starke europäische Alternative zu großen US-amerikanischen Finanzunternehmen wie Mastercard, Visa und Paypal an. Gleichzeitig wollen sie dem Vormarsch von Apple Pay und Google Pay Einhalt gebieten.
Wero erleichtert den Geldtransfer durch die Möglichkeit, statt einer langen IBAN einfach mit einer Handynummer oder E-Mail-Adresse zu arbeiten. Diese Technologie ermöglicht auch grenzüberschreitende Zahlungen, darunter nach Frankreich oder Belgien.
Ursprünglich auf Sparkassen- sowie Volks- und Raiffeisenbank-Kunden beschränkt, steht Wero mittlerweile auch über eine eigene App, etwa bei der Postbank, zur Verfügung. Im Sommer planen weitere Banken den Beitritt.
Trotz europaweit über 40 Millionen Nutzern bleibt jedoch abzuwarten, ob sich Wero erfolgreich gegen Marktführer wie Paypal mit seinen 35 Millionen aktiven deutschen Konten behaupten kann. Ein früherer Versuch mit Paydirekt/Giropay scheiterte daran und wird 2024 eingestellt.

