Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check
Von Vincent Mortier, Group CIO Amundi, und Monica Defend, Head of Amundi Investment Institute

22. April 2026, 10:02 Uhr · Quelle: Pressebox
Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check
Foto: Pressebox
Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check
Der Iran-Konflikt könnte Gewinne im Energiesektor steigern, während andere Branchen durch höhere Preise leiden und das Wirtschaftswachstum sinkt.

München, 22.04.2026 (PresseBox) - Wir gehen davon aus, dass die Gewinne europäischer Unternehmen im ersten Quartal relativ stabil bleiben. Da der Iran-Konflikt erst Ende Februar begann, dürften die Auswirkungen in den Berichten zum zweiten Quartal und darüber hinaus deutlich sichtbarer werden.

Während der Invasion in die Ukraine 2022 wurde das EPS-Wachstum für viele Sektoren nach oben korrigiert, wobei der Energiesektor hier besonders herausstach. Dies dürfte auch im Falle des Iran-Konflikts wieder der Fall sein. Ebenso könnten die Umsätze des Finanzsektors von dem Umfeld höherer Renditen profitieren, wenngleich dies durch eine mögliche Vorziehung von Kreditrückstellungen gemäß den neuen IFRS-9-Rechnungslegungsvorschriften bei einigen Instituten – vor allem bei britischen und asiatischen Banken, die Engagements in der Nahostregion haben – ausgeglichen werden könnte. Chemieunternehmen wiederum könnten von Versorgungsengpässen profitieren, und Fluggesellschaften sind kurzfristig durch Treibstoff-Hedging-Programme abgesichert, obwohl sie mit einer Verknappung von Flugbenzin konfrontiert sind, sollte die Situation anhalten.

Die Bemühungen der politischen Entscheidungsträger, die Energieversorgung Europas in den kommenden Jahren zu sichern, dürften sich ebenfalls verstärken, was die Branche der erneuerbaren Energien sowie Unternehmen, die am Ausbau des Stromnetzes beteiligt sind, stützen dürfte.

Je länger der aktuelle Konflikt jedoch andauert, desto stärker wird das Wirtschaftswachstum in der gesamten Region beeinträchtigt, was zu einem Druck auf Margen und Gewinne führen würde.

Und die makroökonomischen Bedingungen für die meisten Unternehmen sind derzeit schlechter als zu Beginn des Ukraine-Krieges, so dass eine vollständige Weitergabe der Kosten an die Verbraucher kaum möglich sein wird. Dies würde sich auf die Margen auswirken. Höhere Energiepreise würden nicht nur Sektoren benachteiligen, in denen die Energiekosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen, sondern auch solche, die einem intensiven Wettbewerb und einer begrenzten Preissetzungsmacht ausgesetzt sind.

Quelleninformationen und weitere Angaben finden Sie in der Cross Asset Investment Strategy April sowie im Amundi Research Center.

Rechtliche Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von dem Amundi Asset Management und sind Stand 16. April 2026. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung des Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte des Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

Finanzen / Bilanzen / Energiekrise / Iran-Konflikt / Europäische Wirtschaft / Sektoren / Erneuerbare Energien
[pressebox.de] · 22.04.2026 · 10:02 Uhr
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