Mädchenzukunftstag am 23. April 2026
Berufswahl ohne Geschlechterklischees fördern
Berlin, 22.04.2026 (PresseBox) - Am Donnerstag, den 23. April 2026 ist es wieder soweit! Auch beim diesjährigen Girls‘Day/Mädchen-Zukunftstag geht es wieder darum, Mädchen für technische Berufe zu begeistern. Denn Geschlechter- und Rollenklischees haben immer noch einen Einfluss auf das Berufswahlverhalten junger Menschen. Besonders beliebt bei Mädchen ist seit vielen Jahren die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, zur medizinischen Fachangestellten oder zur Kauffrau im Einzelhandel. Jungen dagegen werden am häufigsten Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriemechaniker und Elektroniker. Um eine Berufsorientierung frei von Geschlechterklischees zu fördern, gibt der Girls’Day Mädchen Einblicke in die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), wie beispielsweise eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik, zur Fachinformatikerin oder zur Mechatronikerin.
Mehr Fachkräfte gewinnen durch gendersensible Berufsorientierung
Bei der Fachkräftesicherung helfen praxisorientierte Bildungsangebote für Mädchen, wie der Girls’Day, die möglichst früh ansetzen. So ist der Frauenanteil in den MINT-Ausbildungsberufen in den letzten 13 Jahren um ein Drittel gestiegen. Rund jede zehnte Auszubildende entscheidet sich derzeit für einen Beruf im MINT-Bereich. Eine gendersensible Berufsorientierung ist daher ein wichtiger Schlüssel, um den Frauenanteil und damit das Fachkräftepotenzial in diesen Berufen zu erhöhen.
Chefin werden – Unternehmerinnen begeistern Schülerinnen für die Selbständigkeit
Auch beim unternehmerischen Engagement gibt es in Deutschland eine Kluft zwischen Männern und Frauen. Gerade einmal ein Drittel der Gründenden sind Frauen. Bei der Unternehmensnachfolge liegt der Frauenanteil sogar nur bei knapp einem Viertel. Und von den rund 3,84 Mio. mittelständischen Unternehmen in Deutschland wurden 2024 nur 14,3 Prozent von einer Chefin geführt. Um Mädchen und junge Frauen schon frühzeitig mit den Chancen und Herausforderungen von unternehmerischem Engagement vertraut zu machen, erhalten Schülerinnen am Girls’Day Gelegenheit, Unternehmerinnen kennenzulernen.
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov: “Mit dem IHK-Girls'Day zeigen wir: Den Mädchen und Frauen stehen im Leben viele Wege offen. Sie selbst entscheiden, welchen sie gehen wollen. Gute Entscheidungen aber brauchen Wissen. Deswegen geben wir an diesem Tag Einblicke, stehen Rede und Antwort, teilen Erfahrungen. Wir informieren und wir unterstützen.”
Koordiniert von der DIHK und dem Netzwerk „Business Women IHK“ beteiligen sich in diesem Jahr 37 IHKs an der bundesweiten Aktion „Ich werde Chefin!“ und stellen gemeinsam mit deren Mitgliedsunternehmerinnen 1.185 Plätze für Schülerinnen bereit. Nach dem Vorbild des Best-Practice-Beispiels der IHK für München und Oberbayern begleiten die Teilnehmerinnen am 23. April einen Vormittag lang eine Unternehmerin oder eine Gründerin in deren beruflichen Alltag. Auf diese Weise lernen sie eine inspirierende Persönlichkeit kennen und entwickeln im besten Fall selbst den Wunsch, als Chefin später „ihr eigenes Ding“ zu machen.

