SIMONA 2025: Umsatz stabil – solides Ergebnis
Umsatz steigt leicht um 0,2 % auf 582,3 Mio. EUR – Absatzvolumen steigt um 5 % - EBIT mit 38,2 Mio. EUR leicht unter Vorjahr aber innerhalb der Zielmarge - hoher Auftragseingang im ersten Quartal 2026

22. April 2026, 11:30 Uhr · Quelle: Pressebox
SIMONA 2025: Umsatz stabil – solides Ergebnis
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v. l. Dr. Jochen Hauck, COO, Matthias Schönberg, CEO, Michael Schmitz, CFO, der SIMONA AG
Der SIMONA Konzern hielt 2025 das operative Ergebnis stabil und steigerte im ersten Quartal 2026 den Umsatz merklich.

Kirn, 22.04.2026 (PresseBox) - Der SIMONA Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse von 582,3 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 581,2 Mio. EUR; +0,2 %). In einem Umfeld sinkender Preise konnte der SIMONA Konzern dank eines höheren Absatzes ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 38,2 Mio. EUR (Vorjahr: 38,7 Mio. EUR), die EBIT-Marge bei 6,6 % (Vorjahr: 6,7 %) und damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 6 bis 8 %. Im ersten Quartal 2026 konnte der Umsatz auf 155,7 Mio. EUR (Vorjahr: 152,2 Mio. EUR) gesteigert werden bei einem EBIT von 11,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR).

Umsatzentwicklung in den Regionen

Die Umsatzerlöse in der Region EMEA sind 2025 um 6,4 % auf 378,5 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 355,8 Mio. EUR). Treiber waren insbesondere die hohe Nachfrage in Infrastruktur-Anwendungen sowie ein insgesamt stabiles Industriegeschäft trotz schwacher Chemiekonjunktur. Dem standen Rückgänge in konsumnahen Anwendungen, wie in der Werbeindustrie, gegenüber. Die Region Amerika verzeichnete 2025 ein Umsatzminus von 9,2 % auf 159,5 Mio. EUR (Vorjahr: 175,7 Mio. EUR). Das Industriegeschäft insbesondere mit Halbleiter-Anwendungen wies weiterhin eine hohe Auslastung auf und das Luftfahrtgeschäft wuchs profitabel. Belastend wirkten eine zyklische Kaufzurückhaltung eines Key Accounts sowie die anhaltend schwache Nachfrage bei freizeitnahen und Mobilitäts-Anwendungen. In der Region Asien-Pazifik lagen die Umsatzerlöse 2025 bei 44,4 Mio. EUR (Vorjahr: 49,7 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang betraf insbesondere die Business Line Mobility. Einem Wachstum im Halbleitergeschäft stand ein planmäßiger Rückgang im Automotive-Bereich gegenüber; zudem wirkten eine schwache Bau- und Solarkonjunktur dämpfend. SIMONA investierte zugleich kontinuierlich in die Sortiments- und Marktentwicklung.

Umsatzentwicklung in den Business Lines

Die Business Line Infrastructure erzielte, unter anderem durch ein dynamisches Geschäft mit Kabelschutzrohren für den Energietransport in Deutschland, ein deutliches Wachstum auf 138,2 Mio. EUR (Vorjahr: 110,5 Mio. EUR; +25,1 %). Die Business Line Industry litt unter einer schwachen Nachfrage der chemischen Prozessindustrie, konnte aber in Asien-Pazifik mit der Halbleiterindustrie wachsen. Die Umsatzerlöse betrugen 199,1 Mio. EUR (Vorjahr: 216,2 Mio. EUR; –7,9 %). Der Umsatz der Business Line Advertising & Building sank aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung im Bereich der Werbung auf 70,4 Mio. EUR (Vorjahr: 83,3 Mio. EUR; –15,4 %), während sich das kleinere Marktsegment Hochbau positiv entwickelte. Auch die Business Line Mobility verzeichnete geringere Umsatzerlöse. Mit 68,2 Mio. EUR (Vorjahr: 69,7 Mio. EUR) gingen die Umsätze um 2,2 % zurück, vor allem aufgrund einer schwachen Automotive-Nachfrage in China. Deutliche Zuwächse konnte SIMONA im projektgetriebenen globalen Geschäft mit der Ausrüstung von landbasierten Fischzuchtanlagen erzielen.

Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) des SIMONA Konzerns belief sich 2025 auf 38,2 Mio. EUR (Vorjahr: 38,7 Mio. EUR), die EBIT-Marge lag bei 6,6 % (Vorjahr: 6,7 %) und damit innerhalb des Zielkorridors von 6 bis 8 %. Bei deutlichen Kostensteigerungen im Personal- und betrieblichen Aufwand konnte durch die Steigerung des Absatzvolumens ein EBIT fast auf Vorjahreshöhe erzielt werden. Das EBITDA betrug 65,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR), die EBITDA-Marge lag bei 11,2 % (Vorjahr: 10,9 %).

Strategische Entwicklung

Strategisch standen die Vorbereitungen für Werkserweiterungen und Initiativen zur Steigerung der Kundenzentrierung im Fokus. In Archbald, Pennsylvania, wurde mit dem offiziellen Spatenstich im November 2025 die bisher größte Einzelinvestition in Amerika gestartet. Die Produktionskapazitäten werden deutlich erweitert und die Fertigungstiefe erhöht. Neue Platten- und Schweißdraht-Extrusionslinien bieten Kapazität für weiteres Wachstum in der chemischen Prozess- und Halbleiterindustrie sowie in den Märkten Sanitär und Hochbau. Im Laufe dieses Jahres soll die Werkserweiterung abgeschlossen sein. In Norwegen investiert SIMONA Stadpipe mit einer neuen Werkshalle in die Erweiterung der Fertigungsmöglichkeiten für Großkomponenten zur Ausrüstung landbasierter Fischzuchtanlagen.

Mit der Akquisition der niederländischen Unternehmen Electroplast und Dutchclamp hat SIMONA das Produktportfolio im Wachstumsmarkt Energie- und Datentransport gestärkt.

Erstes Quartal 2026

Im ersten Quartal 2026 konnte der Umsatz um 2,3 % auf 155,7 Mio. EUR gesteigert werden. Neben dem starken Industrie- und Infrastrukturgeschäft in Europa trug auch das Wachstum in Asien infolge des Kapazitätsausbaus wesentlich zum Absatz- als auch zum Umsatzwachstum bei. Der März war dabei bereits gekennzeichnet durch den explosionsartigen Anstieg der Rohstoffpreise und Vorkäufe der Kunden zur Vorbeugung vor möglichen Rohstoffengpässen. Kostendisziplin und positive Währungseffekte trugen zu einer Ergebnisverbesserung von 8,0 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro bei. Mit einer EBIT-Marge von 7,2 % (Vorjahr 5,3 %) wurde die Zielmarge von 6 bis 8 % im ersten Quartal 2026 erreicht.

„2025 war erneut ein Jahr erheblicher Unsicherheiten – geprägt von strukturellen Schwächen in Europa und Asien, einer verhaltenen Industriekonjunktur und globalen Einflüssen, die die Investitionstätigkeit bremsten. Wir konnten ein solides Ergebnis erzielen, da wir in einem Umfeld sinkender Preise unseren Absatz steigern konnten. Zudem haben wir wiederum Wachstumsgrundlagen im Rahmen der strategischen Projekte legen können. Ein starkes erstes Quartal, das von vorgezogenen Käufen und Vorratsaufbau durch den Iran-Krieg gekennzeichnet war, zeigt uns, wie schwierig Prognosen für das Geschäftsjahr geworden sind. Dauer und Ausgang des Konflikts und damit die Entwicklung der Rohstoff- und Transportkosten werden unseren Umsatz und das Ergebnis entscheidend beeinflussen. Auftragseingang und Auftragslage stützen derzeit unsere Einschätzung, für das Geschäftsjahr 2026 eine Umsatzsteigerung auf 615 bis 625 Mio. EUR und eine unveränderte. EBIT-Marge zwischen 6 und 8 % zu erzielen“, so Matthias Schönberg, Vorsitzender des Vorstandes der SIMONA AG.

SIMONA / Finanzen / Bilanzen / Umsatzentwicklung / EBIT / Regionale Märkte / Strategische Investitionen
[pressebox.de] · 22.04.2026 · 11:30 Uhr
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