Weniger Speicher, gleicher Preis? Sonys neue PS5 Slim sorgt für Gesprächsstoff
Während Sony in den letzten Jahren aufgrund globaler wirtschaftlicher Turbulenzen die Preise für die PlayStation 5 weltweit anheben musste, scheint der Konzern nun einen drastischen Schritt zu erwägen, um eine weitere Runde schmerzhafter Aufschläge zu verhindern. Einem brandheißen Bericht des Branchen-Insiders Billbil-kun zufolge, der sich auf Zertifizierungsdokumente beruft, steht ein neues Modell der PS5 Slim in den Startlöchern, das unter der Kennung CFI-2100 firmiert und einen signifikanten Kompromiss eingeht: eine Rückkehr zu nur 825 GB Speicherplatz.
Die Rückkehr zur alten Größe
Was diesen potenziellen Strategiewechsel so brisant macht, ist der direkte Vergleich. Die aktuelle PS5 Slim wird mit einer komfortablen 1-TB-SSD ausgeliefert, während die kolportierten 825 GB eine exakte Kopie der Speicherkapazität des ursprünglichen PS5-Launch-Modells von 2020 wären. Der Bericht zeichnet ein klares Bild der Preisentwicklung, um die Dringlichkeit dieses Schritts zu untermauern: Die PS5 Digital Edition startete einst bei 399 €, kletterte dann auf 449 € und erreichte Anfang dieses Jahres die Marke von 499 €. Ein Anstieg von 100 € innerhalb von fünf Jahren ist eine Ansage. Die zentrale These des Gerüchts lautet daher, dass Sony bewusst einen technischen Rückschritt beim Speicher in Kauf nimmt, um den aktuellen Preispunkt von 499 € für das neue Modell, das bereits am 13. September erscheinen soll, halten zu können.
Ein Drahtseilakt im globalen Marktumfeld
Diese Entwicklung geschieht nicht im luftleeren Raum. Sony hatte die Preise in zahlreichen Märkten, darunter Europa und Großbritannien, bereits spürbar angezogen und dies mit der allgemeinen Inflation sowie den Auswirkungen von Handelszöllen begründet. Hiroki Totoki, der CEO und Präsident von Sony, sprach wiederholt über die Schwierigkeit, die Produktionskosten zu senken und deutete an, dass Preissenkungen in naher Zukunft „sehr schwierig“ seien. Der Konzern befindet sich in einem permanenten Spagat: Einerseits will man das Geschäft profitabel halten, andererseits muss die Nutzerbasis durch attraktive Hardware-Verkäufe stetig wachsen. Eine Reduzierung der teuren SSD-Speicherkapazität erscheint vor diesem Hintergrund als ein logischer, wenn auch für den Endkunden unpopulärer Hebel.
Die Preisspirale dreht sich weiter
Dass der japanische Elektronikriese nach Wegen sucht, die Einnahmen zu stabilisieren, zeigt sich nicht nur im Hardware-Segment. Erst Anfang des Jahres wurden die Abonnementpreise für alle Stufen von PlayStation Plus weltweit angehoben. Auch hier begründete man den Schritt mit den globalen Marktbedingungen und dem Bestreben, weiterhin qualitativ hochwertige Spiele und Dienste anbieten zu können. Die Reduzierung des internen Speichers bei der neuen Konsolenrevision wäre somit kein isoliertes Ereignis, sondern ein weiterer Baustein in einer umfassenden Strategie, die wirtschaftliche Rentabilität über die maximale technische Ausstattung stellt. Es ist der Versuch, eine fragile Balance in einem unberechenbaren Markt zu finden.
Sony scheint bereit zu sein, eine unliebsame Kröte zu schlucken, um die preisliche Schmerzgrenze der Kundschaft nicht weiter zu strapazieren. Die Frage wird sein, ob die Spieler bereit sind, diesen Kompromiss mitzutragen.


