Weltweite Partnerschaften stärken: Außenminister Wadephul im Indopazifik unterwegs
Außenminister Johann Wadephul hat sich das Ziel gesetzt, angesichts der dominanten US-Machtpolitik und einer sich zunehmend aggressiv gebärdenden chinesischen Regierung, die internationalen Partnerschaften im Indopazifik zu festigen und neue Allianzen zu schmieden. Angesichts einer Lage, in der das Prinzip des Stärkeren die Oberhand zu gewinnen droht, betont der CDU-Politiker die Notwendigkeit, das weltweite Netzwerk robuster Partnerschaften entlang deutscher Kerninteressen auszubauen.
Die Reise führt den Außenminister nach Südostasien und in die Pazifik-Region, mit Stationen in Singapur, Neuseeland, Tonga im Südpazifik, Australien und dem Sultanat Brunei. Wenngleich 127 Stunden für die gesamte Dienstreise eingeplant sind, wird fast die Hälfte dieser Zeit, konkret 57 Stunden, für Flüge aufgewendet.
Wadephul betont die gemeinsamen Interessen Deutschlands mit den besuchten Ländern im Hinblick auf eine stabile internationale Ordnung und das Eintreten für Multilateralismus. Klare Regeln im internationalen Miteinander seien essenziell, um globalem Druck entgegenzuwirken, sei es in Europa oder im Indopazifik – auch ohne expliziten Verweis auf China.
Der Minister sieht in der Region strategische Partner, um bei der Beschaffung wichtiger Rohstoffe eine breitere Basis zu schaffen. Ziel sei es, Abhängigkeiten zu reduzieren und Lieferketten zu diversifizieren. Weiterhin ist die Region entscheidend für sicherheitsrelevante Fragen der Freiheit der Seewege und der globalen Wirtschaftsentwicklung.
Wadephul plant zudem, die Beziehungen zu den Staatenverbünden Asean und dem Pacific Island Forum zu intensivieren. Besonders hervorzuheben ist Bruneis gegenwärtige Führungsrolle in der Asean für die EU-Beziehungen. Zudem wird der Minister die deutsche Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat in den Jahren 2027/28 promoten.

