Welche Gefahren gibt es beim Kryptohandel wirklich?

15. November 2021, 09:38 Uhr · Quelle: klamm.de
Welche Gefahren gibt es beim Kryptohandel wirklich?
Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Dogecoin wurde lange Zeit als zweiter Bitcoin gehandelt und gehyped bis es kaum noch sinnvoll war. Mittlerweile hat sich der Markt zwar wieder etwas beruhigt, aber immer noch drängen viele neue Händler auf den Kryptomarkt und versuchen ihr Glück. Darunter viele Privatleute die auf das schnelle Geld hoffen, insgeheim aber skeptisch sind. Kryptowährungen sind im Gegensatz zu klassischen Anlagen auch eher als Hoch-Risiko-Anlagen zu betrachten, doch wie Risikoreich sind Kryptowährungen nun wirklich?

Grundsätzlich muss man einmal darüber reden wie sicher eine Kryptowährung oder auch der Krypto Handel ist. Grundsätzlich kann alles ja nur so sicher sein wie das schwächste Glied in der Kette und das ist in den meisten Fällen, so wie auch hier, der Mensch. Passwörter und Sicherheitscodes können hier schnell zu einem Problem werden, aber auch die digitale Lagerung von Sicherheitsschlüsseln auf dem Rechner den man jeden Tag im Internet nutzt und von dem aus man seine Geschäfte tätigt ist hier sicherlich nicht die schlaueste Idee. Leider neigen immer noch viele Menschen dazu die Auswahl ihrer Passwörter zu klein zu gestalten und zu einfach. Oftmals wird ein einzelnes Passwort für viele, viele Bereiche gleichzeitig genutzt und so kann es vorkommen das ein gehackter Onlineshop, bei dem man nicht einmal etwas bestellt hat, daran schuld ist das das eigene Passwort bekannt wird und ein Hacker damit dann in den Banking Account und den privaten E-Mail Account kommt. Eine grausige Vorstellung.

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten einen Account richtig zu sichern, vor allem auch im Kryptobereich, so sollte man sich Codes grundsätzlich ausdrucken und diese an mehreren Stellen redundant sichern. Das kann ein Tresor und ein Bankschließfach sein oder aber man hinterlegt die Codes bei einem Familienmitglied in einem anderen Safe. Hier sollten dann auch die Codebriefe entsprechend versiegelt werden. Viele Bitcoin Trader raten aber auch dazu mehrere Wallets zu nutzen. Ein aktives Wallet zum Handeln und ein Paper Wallet, das prinzipiell nur im Netzwerk und auf Papier existiert um Kryptowährungen über einen längeren Zeitraum sicher abzulegen. Dieses Paper Wallet kann man meist ganz einfach nutzen, indem man sich die kompletten Zugangsdaten inkl. aller Schlüssel ausdruckt und vom PC komplett entfernt.

Aber eine Kryptowährung selbst kann natürlich auch ein gewisses Risiko darstellen. Zum einen gibt es immer wieder ICO´s (Englisch für innitial coin offer) die sich später als Betrug herausstellen. Man erwirbt bei einem ICO eine neue Kryptowährung die noch nicht am Markt ist. Dieses Vorgehen wird meist genutzt, wenn die Währung noch eine gewisse Finanzspritze braucht um veröffentlichungsfähig zu werden. Hierbei spekulieren die Anleger dann darauf das die Kryptowährung später, wenn sie veröffentlicht wird, mehr wert wird als der Preis den man beim Finanzieren gezahlt hat. Es ist aber leider auch bereits mehrfach vorgekommen das diese Coins später gar nicht gehandelt werden konnten und nie einen realen Gegenwert hatten, trotz steigender Kurse. Ein hoher Kurs bringt ja prinzipiell auch nur dann etwas wenn man seine Coins wieder loswerden kann.

Dazu kommt natürlich die hohe Volatilität der meisten Kryptowährungen. Entweder sie sind preisstabil und komplett wertlos oder aber sie haben einen Wert und dieser schwankt sehr stark. Das ist recht typisch für Kryptowährungen deren Wert sich ja nach Angebot und Nachfrage richtet. Das Kursrisiko besteht also irgendwo immer, nur ist es in der Regel höher als bei Aktien. Man sollte also immer darauf achten das man nur mit Geld Handel treibt das man auch so lange liegen lassen kann bis sich eine Währung nach einem Kurscrash wieder erholt hat.

Ebenfalls ein großes und nahezu komplett nicht abschätzbares Risiko sind Politik und Umwelt. Hier besteht sicherlich das größte Risiko von allen. Eine Kryptowährung ist im Endeffekt nichts anderes als eine hochspekulative Anlage bei der man lediglich auf eine digitale Ware wettet. Regierungen und Politik haben Kryptowährungen schon lange auf dem Schirm und gäbe es keinen riesigen Druck aus großen Teilen der Wirtschaft und vielen privaten Anlegern wären Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin sicherlich schon lange verboten worden. Alleine die Umweltbilanz einer einzelnen Bitcoin Transaktion ist verheerend. Da allerdings trotz hoher Umweltziele, die auch sicherlich bis 2030 nicht erreicht worden sind, immerhin ist die heutige Situation schon seit vielen Jahrzehnten bekannt und vorausgesagt worden, sind Kryptowährungen im allgemeinen noch nicht verboten worden, außer in China, es ist also nicht davon auszugehen das Bitcoin und co. So schnell an Boden verlieren werden. Das Risiko besteht allerdings trotzdem, warnen Experten.

Finanzen / Krypto
15.11.2021 · 09:38 Uhr
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