Weiße Pracht: USA plant Beteiligung an kanadischem Lithium-Giganten
Die US-Regierung nimmt eine strategische Neuausrichtung vor und plant, über ein Abkommen mit einer kleinen Eigenkapitalbeteiligung bei der kanadischen Lithium Americas Corp. einzusteigen. Das Unternehmen arbeitet an der Entwicklung einer der weltweit größten Lithiumminen, dem Thacker Pass in Nevada. Diese Mine soll künftig das silberweiße Metall fördern, das essenziell für die Produktion von Batterien in Elektrofahrzeugen ist. Mit einem geplanten 2,3 Milliarden Dollar schweren Darlehen des Energieministeriums und zusätzlicher Investitionen von General Motors in Höhe von über 900 Millionen Dollar soll das Projekt gegen alle Widerstände vorangetrieben werden.
Die Beteiligung der Vereinigten Staaten an Lithium Americas reiht sich ein in eine Serie von Interventionen der Trump-Regierung in private Unternehmen. So sicherte sich die Regierung bereits einen zehnprozentigen Anteil an Intel und investierte massiv in MP Materials, um die größte Anteilseignerin an dem in Las Vegas ansässigen Unternehmen zu werden. Zudem wurden Abkommen mit Nvidia und AMD getroffen, um eine Beteiligung an deren Erlösen aus dem Chipverkauf nach China zu erhalten.
Lithium Americas selbst bleibt hinsichtlich der Beteiligung zurückhaltend, während General Motors das Potential des Projekts unterstreicht. Demokratie und Republikaner scheinen bei diesem Vorhaben ebenfalls einer Meinung zu sein, da es als ein entscheidender Schritt zur amerikanischen Unabhängigkeit von chinesischem Lithium bewertet wird. Obwohl Umweltschützer und Stammesführer Widerstand leisten, aufgrund historisch bedeutsamer angrenzender Gebiete, bleibt die Regierung zuversichtlich, dass das Projekt entscheidend zur Stärkung der heimischen Lieferkette beitragen wird.
Derzeit schwanken die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen auf dem US-Markt. Neben der Umweltdiskussion stellt das Auslaufen der bisherigen Steuervergünstigungen eine weitere Herausforderung dar, die EV-Adoption beeinträchtigen könnte. Ohne die bis zu 7.500 Dollar Einsparung durch die steuerlichen Anreize, erwarten Branchenbeobachter sinkende Verkaufszahlen und resultierende Schwierigkeiten für Hersteller, diese zu kompensieren.

