Was hat es mit dem Dax auf sich?
Wer sich noch nicht großartig auf dem Aktienmarkt aufgehalten hat, der weiß mich den fachlichen Begriffen oft nichts anzufangen. Die Begrifflichkeit „Dax“ taucht dabei immer wieder auch in den Nachrichten oder auf Aktienbörsen.
Der DAX ist eigentlich nur die Abkürzung für „deutscher Aktienindex.“ Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei aber nicht um eine einfache Aktie, wie man sie bei vielen Unternehmen erwerben kann. Wichtig ist es dabei, zu verstehen, was ein Aktienindex eigentlich ist. Der Name verrät schon, dass sich der DAX auf den deutschen Markt bezieht. Man kann sich merken, dass ein Index immer einen gewissen Markt repräsentiert. Ein Markt besteht dabei immer aus mehreren Unternehmen.

Ein Markt kann aber ganz unterschiedlich aufgeteilt werden, nach geografischen Merkmalen oder nach Herstellung bestimmter Produkte oder Branchen. Der DAX bezieht sich in dieser Hinsicht schon einmal auf den deutschen Markt. Merken sollte man sich dabei, dass der DAX sich auf die 30 größten Unternehmen in Deutschland bezieht, die an der Börse gehandelt werden können.
Dabei bestimmt die Größe des jeweiligen Unternehmens, wie stark die Gewichtung im DAX ist. Große Unternehmen wie Bayer und Allianz haben daher größere Prozentanteile mit jeweils fast 10%. Kleinere Unternehmen sind dagegen mit nicht einmal einem Prozentpunkt vertreten. Kurz gesagt ist der DAX also ein Index, der sich auf den deutschen Markt bezieht. Damit ist die Frage: „Was ist der DAX?“ beantwortet.
Wie setzt sich der DAX zusammen?
Eine weitere spannende Frage ist, wie sich der DAX eigentlich zusammensetzt. Wer bestimmt, welche 30 Unternehmen im DAX zu finden sind? Das wird durch die Deutsche Börse AG festgelegt. Denn die Aufteilung der 30 Unternehmen bleibt nicht immer gleich, sondern wechselt.
Dabei lässt sich der DAX ganz gut mit der Bundesliga vergleichen. Die 30 größten Unternehmen finden sich im DAX wieder, während die 50 nächstgrößeren Unternehmen im MDAX zu finden sind. Danach gibt es dann noch die SDAX mit den darauffolgenden 50 Unternehmen nach Größe sortiert.
Zusätzlich gibt es noch eine weitere Liga mit der TecDAX, bei der die 30 größten Unternehmen zu finden sind, die im Technologiebereich angesiedelt sind. 1988 entstand der DAX übrigens durch die Deutsche Börse AG, welche übrigens auch selbst im DAX vertreten ist. Sie hat den DAX praktisch erfunden.
Auch wenn der DAX sehr niedrig begann, so ist er im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden und inzwischen wird er täglich von tausenden Investoren und Experten genau beobachtet. Eine DAX-Prognose ist daher sehr wichtig und der DAX an sich gibt die Wirtschaftslage in Deutschland annähernd wider. Wer auf dem aktuellen Stand sein möchte, sollte den DAX und auch den MDAX realtime beobachten, um nichts zu verpassen.
Wie wird der DAX berechnet und wie hat er sich entwickelt?
Um den DAX besser verstehen zu können, ist es sehr hilfreich, mehr über dessen Berechnung zu wissen. Denn damit ein Unternehmen überhaupt im Dax aufgenommen werden kann, muss es einige Voraussetzungen erfüllen. Unter anderem muss das Unternehmen drei Jahre an der Börse notiert sein, dann mit mindestens 15% der Marktkapitalisierung öffentlich handeln. Außerdem muss es noch zum Prime Standard Segment der FWB gehören und die deutsche Wirtschaft ausreichend vertreten. Alle drei Monate gibt es eine neue Berechnung und Unternehmen werden aus dem DAX entfernt und andere wieder hinzugefügt, sollte sich etwas an der Rangfolge verändert haben. Dabei berechnet sich der DAX nach der Marktkapitalisierung, Unternehmen mit einer höheren Kapitalisierung haben auch mehr Einfluss auf den DAX. Der DAX Ausblick zeigt, wie sich dieser in den Jahren verändert hat. Der DAX Realtimekurs zeigt, dass der DAX tendenziell eine größere Volatilität ausweist als andere Indizes.
Gerade erst vor kurzem erreichte der DAX wieder ein Rekordhoch, was dann von vielen Anlegern mit Spannung beobachtet wird. Der DAX Kursindex verrät aber grundsätzlich, dass der DAX immer wieder auch stark abfallen kann, sich dann aber meistens schnell wieder erholt. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse beeinflussen den DAX dabei maßgeblich und daher kommt es immer wieder zu Schwankungen.

