Was der Bitcoin-Rückgang seit Genslers Abgang über Märkte und Regulierung aussagt

Als Gary Gensler im Januar 2025 die US-Börsenaufsicht SEC verließ, befand sich Bitcoin in einem Aufwärtstrend. Viele erwarteten, dass ein günstigeres regulatorisches Umfeld den Kurs weiter steigen lassen würde. Stattdessen fiel der Bitcoin-Kurs stark und erschütterte die weit verbreitete Annahme, dass Regulierung, insbesondere durch Gensler, der Hauptfaktor für die Zurückhaltung des Marktes war.
Bitcoins Kursverlauf spiegelt eher die Marktdynamik als regulatorische Einflüsse wider
Die Marktreaktion auf den regulatorischen Wandel verlief anders als erwartet. Analyst Benjamin Cowen bemerkte, dass Bitcoin bei Genslers Rücktritt bei etwa $109.000 gehandelt wurde. Heute liegt der Kurs näher bei $75.000.
Cowen argumentiert, dass ein wesentlicher Grund für die Schwäche der Kryptomärkte darin liegt, dass Marktteilnehmer das Vertrauen in die Branche verloren haben. Nach Genslers Abgang öffnete sich die Tür für eine Ära des Missbrauchs im Kryptobereich. Influencer und Politiker brachten Memecoins auf den Markt und zogen ihre Anhänger ohne Konsequenzen über den Tisch. Dies führte zu einer massiven Fehlallokation von Kapital, wobei Liquidität in spekulative Vermögenswerte floss, anstatt das breitere Ökosystem zu stärken.
Obwohl Genslers Abgang gefeiert wurde, markierte er einen Wendepunkt in der Branche. Bitcoin stieg nur geringfügig, bevor ein Bärenmarkt einsetzte. Cowen zieht Parallelen zur aktuellen Situation, in der einige den Abgang von Jerome Powell als Vorsitzender der Federal Reserve feiern. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich die Geschichte wiederholt. Kurzfristig wird gefeiert, aber langfristig könnte dies das Vertrauen in die Fed beeinträchtigen.
Liquiditätsbewegungen rund um FOMC-Sitzungen als bekanntes Muster
Bitcoin zeigt ein konsistentes Muster rund um Sitzungen des Federal Open Market Committee (FOMC), das kurzfristig nicht optimistisch ist. Ein Krypto-Händler namens Max Trades hob hervor, dass Bitcoin nach den letzten sieben FOMC-Entscheidungen jeweils stark gefallen ist.
Das aktuelle Szenario ähnelt stark den Bedingungen vor der Sitzung im März. Damals stieg der Kurs vor dem Ereignis, wobei lokale Höchststände mehrfach überschritten wurden, während sich darunter ein großer Liquiditätspool bildete. Diese Struktur markierte den lokalen Höchststand, gefolgt von einer 13%igen Korrektur, die den Großteil der vorherigen Bewegung zunichtemachte.
Vor der aktuellen Zinsentscheidung sind diese Faktoren erneut gegeben, wobei der Bitcoin-Kurs knapp unter einem wichtigen Widerstandsniveau auf höherer Zeitebene handelt. Dies verstärkt das Abwärtsszenario. Sollte sich das gleiche Muster wiederholen, könnte der Bitcoin-Kurs erneut einen lokalen Höchststand um dieses Ereignis herum bilden.

