Warum Chainlink (LINK) der größte Gewinner in der Ära der Stablecoins und Tokenisierung sein könnte
Die Stablecoin- und Tokenisierungssektoren erleben eine bedeutende Wiederbelebung, angetrieben durch pro-krypto-Regulierungen. Experten sind der Meinung, dass das dezentrale Orakelnetzwerk Chainlink (LINK) von diesen fortschrittlichen Entwicklungen erheblich profitieren könnte.
Ist Chainlink das übersehene Juwel der Kryptowelt?
Marktexperte Miles Deutscher hat kürzlich hervorgehoben, dass LINK trotz der Möglichkeit, dass viele Investoren es übersehen könnten, die vielversprechendste Investitionsmöglichkeit unter den großen Kryptowährungen in diesem Zyklus sein könnte.
Der Experte betonte, dass Chainlink einzigartig positioniert ist, um von der „Institutionalisierung der Kryptowährung“ und dem explosionsartigen Wachstum von Stablecoins, Tokenisierung und realen Vermögenswerten (RWAs) zu profitieren.
Bemerkenswerterweise ist der totale gesperrte Wert (TVL) in RWAs in nur zwei Jahren um das Dreizehnfache gestiegen, von etwa 1 Milliarde $ auf über 13 Milliarden $, da Institutionen zunehmend die Begrenzungen des traditionellen SWIFT-Zahlungssystems erkennen.
Als Reaktion darauf plädieren große Finanzakteure wie der Vermögensverwalter und ETF-Emittent BlackRock für die Tokenisierung, während Unternehmen wie Stripe und Circle (CRCL) nun die Entwicklung eigener Blockchain-Lösungen erkunden.
In diesem Umfeld dient Chainlink als wesentlicher „universeller Übersetzer“. Jeder tokenisierte Anteil, jede Anleihe oder Immobilie benötigt ein Orakel, um seinen Wert auf der Blockchain genau widerzuspiegeln, und Chainlink dominiert diesen Bereich, indem es 84 % des Orakelmarktes kontrolliert.
Der Rückkopplungseffekt, der LINKs Erfolg antreibt
Das Chainlink-Netzwerk generiert Einnahmen durch zwei primäre Kanäle: On-Chain-Gebühren für Dienste, die über verschiedene Blockchain-Netzwerke genutzt werden, und Partnerschaften mit großen Unternehmen, die für Chainlinks Lösungen bezahlen.
Dieses Einnahmenmodell unterstützt seine Operationen und ermöglicht den Rückkauf von LINK-Token, wodurch die Nachhaltigkeit des Netzwerks weiter gestärkt wird.
Darüber hinaus konvertiert das Chainlink-Protokoll automatisch alle Einnahmen—ob in Ethereum (ETH) oder Circles USDC-Stablecoin—aus Unternehmenspartnerschaften in LINK-Token auf dem offenen Markt und hinterlegt sie in einer strategischen Schatzkammer.
Dieser Mechanismus stärkt nicht nur die finanzielle Basis des Netzwerks, sondern schafft auch ein stetiges Angebotsdefizit, da Nutzer LINK einsetzen, um das Netzwerk zu sichern und eine nachhaltige Rendite von etwa 4,32 % zu erzielen.
Deutscher betont, dass diese Dynamik eine starke Rückkopplungsschleife erzeugt: Erhöhte Akzeptanz führt zu höheren Einnahmen, was wiederum zu mehr gekauften und gesperrten LINK führt, wodurch die Netzwerksicherheit und -nützlichkeit verbessert werden.
In seiner Analyse zog Deutscher auch Vergleiche zwischen LINK und XRP und argumentierte, dass LINK mehr Anklang bei institutionellen Kreisen gefunden hat als XRP, was es angesichts seiner aktuellen Bewertung zu einer logischeren Investition macht.
Zum Kontext: Der von Chainlink gesicherte Gesamtwert liegt bei eindrucksvollen 84,65 Milliarden $, was die DeFi-Gesamtwertbindung von XRP von etwa 85 Millionen $ bei weitem übertrifft.
Trotz dieser Diskrepanz ist die Marktkapitalisierung von XRP etwa zwölfmal größer als die von LINK, was laut Deutscher das potenzielle Wertsteigerungspotenzial von LINK auf den aktuellen Niveaus unterstreicht.
Aus preislicher Sicht hat Chainlink kürzlich das wöchentliche Widerstandslevel von 20 $ überschritten und handelt derzeit bei 22 $. Dies wird mit dem entscheidenden 4.000 $-Level von Ethereum verglichen, was auf einen möglichen Aufwärtstrend für LINK in den kommenden Monaten hindeutet.

