Warum Bitcoin vor einem weiteren Rückgang stehen könnte: Forschungsfirma nennt drei zentrale Risiken

Bitcoin (BTC) notiert derzeit unter der wichtigen Marke von $70.000. Ein neuer Bericht der Daten- und Forschungsfirma Ecoinometrics deutet darauf hin, dass der Markt möglicherweise keine Basis für eine Erholung bildet.
Vielmehr argumentiert die Firma, dass die Kryptowährung anfällig für einen weiteren Rückgang ist, der durch drei überlappende Kräfte getrieben wird: schwächer werdende Aktienmärkte, strukturelle Veränderungen im Volatilitätsprofil von Bitcoin und eine Federal Reserve (Fed), die neutral, aber nicht unterstützend agiert.
Strukturelle Gegenwinde für Bitcoin
Der Bericht hebt hervor, dass Bitcoin nicht mehr isoliert gehandelt wird. Es ist zunehmend mit den Aktienmärkten, Kapitalflüssen und den breiteren makroökonomischen Bedingungen verknüpft. Derzeit wirkt sich diese Verbindung nicht zugunsten von Bitcoin aus.
Bitcoin zeigt bereits Anzeichen von Schwäche, die Aktienmärkte verlieren an Schwung, und die Federal Reserve hält eine neutrale Haltung ein, die wenig zusätzliche Liquiditätsunterstützung bietet. Diese Faktoren zusammen erhöhen die Abwärtsrisiken.
Obwohl Bitcoin in den letzten Wochen versucht hat, sich zu stabilisieren, warnt Ecoinometrics, dass dies nicht wie ein klarer Bodenbildungsmuster aussieht. Vielmehr scheint es eher eine Pause innerhalb einer laufenden Bärenphase zu sein.
Strukturelle Gegenwinde sind bereits vorhanden, wie die Firma hervorhebt, einschließlich anhaltender Abflüsse aus Bitcoin-ETFs und einem breiteren "Risk-off"-Umfeld an den Finanzmärkten.
Der Bericht stellt fest, dass Bitcoin unter seinem langfristigen Trend handelt, wobei sein gleitender 200-Tage-Durchschnitt (derzeit über $100.000) nach unten zeigt und Rallyes wiederholt unter diesem Niveau scheitern – ein klassisches Zeichen einer bärischen Struktur.
Im Gegensatz dazu hat der Nasdaq 100 seit etwa drei Monaten stagniert, aber sein gleitender 200-Tage-Durchschnitt steigt weiterhin. Das deutet darauf hin, dass die Aktienmärkte zwar langsamer werden, aber noch nicht in einen bestätigten strukturellen Abschwung eingetreten sind.
Der Unterschied ist wichtig. Wenn Bitcoin allein schwächer wird, können die Rückgänge allmählich verlaufen. Die Geschichte zeigt jedoch, dass Bitcoin dazu neigt, stark zu fallen, wenn die Aktienmärkte entscheidend nachgeben.
Niedrigere Volatilität, höhere Korrelation
Abgesehen von der Preisentwicklung hebt die Firma eine tiefere strukturelle Veränderung im Verhalten von Bitcoin hervor: eine deutliche Kompression der Volatilität. In früheren Zyklen stieg die 12-monatige realisierte Volatilität sowohl während der Bullenmärkte als auch der anschließenden Abstürze dramatisch an.
Diesmal, selbst nach einer vollständigen Bären-Bullen-Bären-Sequenz seit 2022, hat die Volatilität nicht die vorherigen Extreme erreicht. Tatsächlich war die Spitzenvolatilität im aktuellen Zyklus materiell niedriger.
Diese Veränderung spiegelt wider, wer die Nachfrage antreibt. ETF-Flüsse spielen jetzt eine dominierende Rolle bei der Gestaltung von Trends. Diese Flüsse sind typischerweise größer, stabiler und systematischer als die von Einzelhändlern getriebenen Anstiege, die frühere Zyklen charakterisierten.
Bitcoin ist, mit anderen Worten, in institutionelle Portfolios eingebettet, oft neben Technologie- und Wachstumsaktien. Dieser Wandel bringt Vorteile, einschließlich geringerer Volatilität und vorhersehbarerer Flussmuster. Es könnte auch die langfristige Haltbarkeit von Bitcoin stärken.
Allerdings geht dies mit einem Kompromiss einher: einer tieferen Sensibilität gegenüber Rückgängen an den Aktienmärkten. Ecoinometrics behauptet, dass Bitcoin, da es stärker in den breiteren "Risk-on"-Komplex integriert wird, sich mehr wie ein Bestandteil dieses Systems verhält, anstatt wie ein losgelöstes spekulatives Asset.
Wachsende Abwärtsrisiken
Auf der politischen Ebene schlägt Ecoinometrics vor, dass die Haltung der Fed weitgehend unverändert bleibt: Die Inflation hat sich verbessert, ist aber nicht vollständig eingedämmt, und der Arbeitsmarkt bleibt robust.
Infolgedessen sind Zinssenkungen nicht dringend, und Zinserhöhungen stehen nicht unmittelbar bevor. Der Kommunikationsindex liegt deutlich unter dem Straffungshöchststand von 2022 und weit über der krisenbedingten Lockerheit von 2020, was die aktuelle Politik in der Mitte positioniert.
Für Bitcoin entfernt diese stabile Haltung das Risiko eines plötzlichen politischen Schocks, bietet jedoch keinen Rückenwind. Die Firma sagte, in einem fragilen Markt könnte Stabilität einer Straffung vorzuziehen sein, bietet jedoch wenig Unterstützung, wenn Risikoanlagen zu rutschen beginnen.

