Warren Buffetts Berkshire Hathaway verabschiedet sich endgültig von BYD
Nach 16 Jahren erfolgreicher Partnerschaft hat das renommierte Investmentunternehmen Berkshire Hathaway, unter der Leitung des legendären Investors Warren Buffett, seine letzten Anteile am chinesischen Elektrofahrzeughersteller BYD verkauft. Die Anteile wurden ursprünglich im Zuge einer strategischen Entscheidung durch die Tochtergesellschaft Berkshire Hathaway Energy erworben, die nun im ersten Quartalsbericht des Jahres erklärte, dass die gesamte BYD-Position beendet wurde. Die Meldung führte zu einem Kursrutsch der BYD-Aktie um 3 % an der Hongkonger Börse.
Berkshire Hathaway hatte im Jahr 2008 für rund 232 Millionen Dollar etwa 225 Millionen Aktien von BYD erworben. Dies entsprach knapp 10 % des Unternehmens, und innerhalb der nächsten Jahre konnte Buffett ein eindrucksvolles 30-faches des eingesetzten Kapitals realisieren. Die Anteile waren auf dem Höhepunkt ihrer Wertentwicklung im Juni 2022 etwa 9 Milliarden Dollar wert. Die Entscheidung, die Beteiligung zu reduzieren, hing laut Buffett mit der enormen Kurssteigerung der BYD-Aktie und der Chance auf gewinnbringendere Investitionen an anderer Stelle zusammen.
Charlie Munger, Buffetts langjähriger Wegbegleiter, bezeichnete das BYD-Investment als seinen größten Beitrag zu Berkshire. Er betonte die bemerkenswerte Leistung des BYD-Gründers Wang Chuanfu, den er als eine Kombination aus Thomas Edison und Jack Welch beschrieb. Munger war beeindruckt von Wangs Fähigkeit, technische Herausforderungen zu meistern und Innovationskraft zu beweisen.
Allerdings sieht sich BYD aktuell mit Marktveränderungen konfrontiert. Nach einer Phase des intensiven Wachstums verzeichnete das Unternehmen jüngst stagnierende Verkaufszahlen und rückläufige Gewinne. Analysten wie Lei Xing prognostizieren, dass BYD sein ehrgeiziges Jahresziel von 5,5 Millionen verkauften Fahrzeugen nicht erreichen wird, da der Wettbewerb durch Kontrahenten wie Geely und Leapmotor intensiviert wurde.

