Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Unikliniken im Fokus
Der seit Wochen andauernde Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst zieht bundesweit Kreise, wobei der Schwerpunkt nun auf den Auswirkungen für Patientinnen und Patienten in Universitätskliniken liegt. Laut der Gewerkschaft Verdi sind zahlreiche Einrichtungen bis Mittwoch von Warnstreiks betroffen, die in diversen Städten zu Ausständen und Protestaktionen führen. Für Patientensicherheit ist jedoch gesorgt: Notfallversorgung und essentielle Behandlungen laufen laut Verdi weiter reibungslos.
Die Beschäftigten in den Universitätskliniken erhöhen den Druck, um die laufenden Tarifverhandlungen voranzutreiben. Am Universitätsklinikum Jena etwa beteiligten sich rund 300 Mitarbeiter an einem ganztägigen Warnstreik. Die Demonstrierenden setzten sich aus Pflegekräften, Mitarbeitern des Labors, des Technikbereichs und weiterer Abteilungen zusammen.
Am kommenden Mittwoch weitet die Gewerkschaft die Streikaktivitäten mit einem speziellen Campus-Warnstreiktag weiter aus. Geplant sind Demonstrationen in über 60 Städten, mit gezielten Warnstreiks an mehr als 40 Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Seit Dezember gibt es in den Verhandlungen über die Einkommen der Landesbeschäftigten keine merklichen Fortschritte. Verdi und der Deutsche Beamtenbund (dbb) fordern sieben Prozent höhere Löhne, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Diese Forderungen wurden von der Arbeitgeberseite als unerschwinglich kritisiert, begleitet von Kritik der Gewerkschaften am fehlenden Angebot. Weitere Warnstreiks sind bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Februar zu erwarten.

