Warnstreiks im Bildungswesen: Unterrichtsausfälle und Protestaktionen erwartet
Der Bildungssektor gerät ins Stocken: Warnstreiks könnten am Donnerstag in den östlichen Bundesländern zu erheblichen Unterrichtsausfällen führen. Dies bestätigte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin. Dabei soll der Umfang der Streiks noch festgelegt werden. Parallel dazu plant eine erhebliche Anzahl von Beschäftigten aus dem Bildungsbereich, deutschlandweit auf die Straßen zu ziehen.
Die Vorgehensweise der Protestierenden variiert regional, wobei in den östlichen Bundesländern besonders viele Lehrerinnen und Lehrer betroffen sind, die als Angestellte ein Streikrecht haben - im Gegensatz zu ihren verbeamteten Kollegen. Die GEW betont, dass dennoch eine Betreuung der betroffenen Schülerinnen und Schüler vor Ort gewährleistet werden soll. Besonders in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim sind zentrale Veranstaltungen geplant, bei denen sich auch benachbarte Regionen beteiligen wollen.
Im Zentrum des Konflikts stehen die Forderungen nach einer adäquaten Übertragung der Tarifabschlüsse für Tarifbeschäftigte auf die verbeamteten Lehrkräfte der Länder. Das führt in einzelnen Bundesländern zu Spannungen hinsichtlich der finanziellen Umsetzbarkeit. Die GEW übt scharfe Kritik an den Arbeitgebern, die bislang kein akzeptables Angebot auf den Tisch gelegt haben. Zudem ist mit weiteren Warnstreiks bis zum 11. Februar zu rechnen, wenn die Verhandlungspartner erneut aufeinandertreffen. Gemeinsam mit Verdi und dbb fordert die GEW eine Lohnerhöhung von sieben Prozent sowie mindestens 300 Euro zusätzlich pro Monat, ein Anliegen, das von den Arbeitgebern bereits als unbezahlbar eingestuft wurde.

