Warner Bros. Discovery: Mögliche Übernahmepläne durch Paramount enthüllt
Die Aktie von Warner Bros. Discovery erlebte einen bemerkenswerten Anstieg, nachdem Medienberichte über potenzielle Übernahmeabsichten durch den Wettbewerber Paramount die Runde machten. Laut dem „Wall Street Journal“, das sich auf informierte Quellen beruft, plant Paramount ein Gebot, unterstützt von der Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison. Trotz der bisherigen Stille von Paramount wurden die Berichte später auch von Bloomberg und dem TV-Sender CNBC bestätigt.
Vor einiger Zeit wurde Paramount selbst von Skydance, dem Unternehmen von Filmproduzent David Ellison, übernommen – ebenfalls unter der finanziellen Schirmherrschaft seines Vaters Larry Ellison. Aktuell wird Warner Bros. Discovery an der Börse auf etwa 40 Milliarden Dollar geschätzt, während Paramount auf 18 Milliarden Dollar taxiert wird, allerdings mit beträchtlichen Schulden belastet ist. Larry Ellison hingegen, der kürzlich Elon Musk an der Spitze der Bloomberg-Milliardärsliste ablöste, verfügt über ein geschätztes Vermögen von rund 380 Milliarden Dollar.
Warner Bros. Discovery hat kürzlich eine künftige Unternehmensaufspaltung angekündigt, welche die Bereiche lineares Fernsehen sowie Hollywood-Produktion und Streaming trennen soll. Gerüchten zufolge zielt Paramount Skydance mit dem Kaufversuch darauf ab, finanzstarke Technologiekonzerne wie Amazon oder Apple in einem Bieterwettstreit um das Studio auszustechen.
Ein erfolgreicher Deal könnte nicht nur zwei der renommiertesten Hollywood-Studios vereinen, sondern auch die amerikanische Medienlandschaft nachhaltig verändern. Eine potenzielle Übernahme würde den Nachrichtensender CNN unter die Kontrolle des Trump-Befürworters Larry Ellison bringen. Der Markt für Hollywood- und Medienkonzerne hat sich seit dem Aufstieg von Streaming-Giganten wie Netflix stark gewandelt. Mit der Unterstützung der Ellison-Familie hofft Paramount, einen Machtfaktor im Wettstreit mit anderen Filmriesen wie Disney und Warner Bros. Discovery zu bilden.
Derweil bleibt jedoch unklar, ob das geplante Gebot letztlich auch eingereicht wird, da die Berichte sich derzeit lediglich auf Überlegungen stützen.

