Wales' Triumph: Nach 50 Jahren kommt die Revanche im Fußball
Die walisische Frauenfußballnationalmannschaft hat sich zum ersten Mal in ihrer Geschichte für die Endrunde eines großen Turniers qualifiziert. Mehr als 50 Jahre nach ihrer ersten internationalen Niederlage gegen Irland schlugen die Waliserinnen nun in einem Playoff-Duell mit dem gleichen Endergebnis von 3:2 zurück und sicherten sich ihren Platz bei der Euro 2025.
Nachdem das Hinspiel zu Hause unentschieden 1:1 endete, kam es in Dublin zu einem spannenden Rückspiel. Eine starke Leistung mit einem Elfmetertreffer von Hannah Cain und einem Tor in der zweiten Halbzeit durch Carrie Jones brachte den entscheidenden Vorsprung, trotz des späten Tores von Anna Patten und des intensiven Drucks der Irinnen in den Schlussminuten.
Cain konnte ihre Freude nach dem Abpfiff kaum in Worte fassen: „Ehrlich gesagt, fehlen mir die Worte. Das Gefühl, das man hat, ist unbeschreiblich. Ich habe geweint, als ich getroffen habe.“ Für Jess Fishlock, die Rekordnationalspielerin und Torschützin von Wales, war dieser Erfolg längst überfällig. Seit ihrem internationalen Debüt im Jahr 2006 hatte die nun 37-Jährige fast zwei Jahrzehnte auf diesen Moment hingearbeitet. „Das ist das Ergebnis von 20 Jahren harter Arbeit. Die Höhen und Tiefen waren Teil des Prozesses und der Reise, die zu diesem Moment mit diesem Team geführt hat. Mein Stolz könnte nicht größer sein“, erklärte sie der BBC.
Während der walisische Erfolg einen bedeutenden Rückschlag für die Iren darstellt, die erst kürzlich ihr Debüt bei der Weltmeisterschaft 2023 gefeiert hatten, ist der Sieg für Wales und deren Trainerin Rhian Wilkinson ein enormer Auftrieb. „Die Jungs und Mädchen zu Hause erleben eine neue Generation des Fußballs, die alles verändern wird“, meinte Wilkinson gegenüber der BBC optimistisch.

