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Waffenruhe im Gazastreifen: Ein Hoffnungsschimmer in schwierigem Fahrwasser

16. Januar 2025, 08:27 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas wird für 42 Tage erwartet, was Hoffnung auf Frieden bringt. Trotz der positiven Entwicklungen gibt es Skepsis über die langfristige Umsetzung, da die Gefahr eines erneuten Konflikts besteht.

Die Verkündung einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas durch Vermittlung mehrerer Staaten lässt auf ein Ende des 15 Monate andauernden Konflikts hoffen. Israels Präsident Izchak Herzog forderte das Sicherheitskabinett auf, die Einigung zu bestätigen, während Premierminister Benjamin Netanjahu noch ausstehende Details klären möchte, bevor er sich offiziell äußert. Am heutigen Tag steht eine Abstimmung im Kabinett an, die Zustimmung gilt als wahrscheinlich.

Inmitten einer kritischen Phase der Verhandlungen, bezeichnete Herzog den Moment als "äußerst entscheidend". Medienberichten zufolge sind noch technische Details, etwa die Liste palästinensischer Gefangener im Austausch gegen Geiseln, zu klären. Die Feuerpause soll ab Sonntag, 11:15 Uhr MEZ, und für zunächst 42 Tage gelten. Erste Geiseln sollen noch am selben Tag zurückkehren, während Krankenhäuser in Israel vorbereitet werden, um traumatisierte Opfer aufzunehmen.

Der abgeriegelte Gazastreifen feierte die Einigung, während die Familien der Geiseln in Israel die Entwicklung mit gemischten Gefühlen betrachten. In einer bemerkenswert ruhigen Atmosphäre in Tel Aviv äußerte Schiri Bibas' Cousin, er wolle erst dann Entwarnung geben, wenn die Feuerpause wirklich Bestand habe.

Präsident Joe Biden, der stets hinter Israel stand, zeigte sich erfreut über den Deal und betonte die erschreckenden Umstände, denen die Geiseln ausgesetzt waren. Sein Nachfolger Donald Trump gilt als Unterstützer Netanjahus, dem er für seine Hilfe im Verhandlungsprozess dankte. Eine Reise nach Washington für weitere Diskussionen der beiden Politiker ist geplant.

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher bezeichnete die Waffenruhe als "dringend benötigte Hoffnung" für die Menschen in Gaza, während der Grenzübergang Rafah heute für humanitäre Hilfe geöffnet werden soll. Die Lage vor Ort bleibt prekär mit kritischem Mangel an grundlegenden Gütern für über 90 Prozent der palästinensischen Bevölkerung.

Mehrere arabische Staaten begrüßten die Einigung, forderten jedoch, dass beide Seiten die getroffenen Vereinbarungen einhalten. Libanons Ministerpräsident Nadschib Mikati hofft auf das Ende des Leidens beider Bevölkerungsgruppen. Auch Frankreichs Präsident Macron und der türkische Präsident Erdogan drängten auf konsequente Umsetzung. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sieht darin einen Schritt Richtung Frieden und die Aussicht auf zwei souveräne Staaten.

Trotz dieser hoffnungsvollen Entwicklungen herrscht Skepsis, ob Israel und die Hamas die Abmachung langfristig einhalten werden. Kritiker werfen Netanjahu vor, einige Geiseln zurückzulassen. Die Gefahr, dass die Kämpfe wieder aufflammen, ist real, besonders da beide Seiten Befürworter der Fortsetzung des Konflikts haben. Ausgelöst wurde der Krieg durch das Massaker vom 7. Oktober 2023, bei dem die Hamas mehr als 1.200 Menschen in Israel tötete und über 250 entführte. Israels Reaktionen führten zu hohen Verlusten auf palästinensischer Seite, Zahlen, die als glaubhaft gelten, jedoch nicht unabhängig überprüfbar sind.

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[Eulerpool News] · 16.01.2025 · 08:27 Uhr
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