Vossloh auf Erfolgskurs: Positives Ergebnis im zweiten Quartal trotz Auftragsdämpfer
Das Unternehmen Vossloh, bekannt für seine innovative Verkehrstechnik und Schienensysteme, konnte sein operatives Ergebnis im zweiten Quartal überraschend stark steigern. Ein Minus im Auftragseingang trübt die Stimmung nicht, denn der Vorstand blickt optimistisch in die Zukunft. Die weltweit robusten Investitionsprogramme im Bahninfrastruktursektor versprechen laut CEO Oliver Schuster Wachstumspotential. Diese positiven Aussichten spiegelten sich auch im Aktienkurs wider, der bis auf 88 Euro stieg und somit fast an das unlängst erreichte Rekordhoch um 90 Euro heranreichte.
Der Anstieg des Aktienwertes von Vossloh, der sich seit Jahresbeginn verdoppelte und zuletzt einen Börsenwert von 1,7 Milliarden Euro erreichte, wurde durch Hoffnungen auf zahlreiche Sanierungsprojekte im Bahnnetz beflügelt. Zwar verzeichnete der Konzern einen Rückgang im Auftragseingang um fast ein Drittel auf 285 Millionen Euro, doch der Umsatz stieg parallel dazu um 13,5 Prozent auf nahezu 332 Millionen Euro. Das operative Ergebnis überstieg sogar die Erwartungen der Analysten von Bloomberg und stieg auf nahezu 38 Millionen Euro.
Analysten wie Stephan Bauer von Metzler betrachten das zweite Quartal als überdurchschnittlich, jedoch typisch für das projektintensive Geschäft von Vossloh. Die Bewertung des Auftragsbuches bleibt positiv, wobei die Erreichung der Jahresprognosen ambitioniert erscheint. Auf diese Beständigkeit setzt auch Jefferies-Analyst Fabian Piast, der auf eine gesteigerte Nachfrage aus China hofft. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei Vossloh bei fast 866 Millionen Euro, trotz eines Rückgangs gegenüber Ende 2024.
Im Ausblick auf das Gesamtjahr plant Vossloh Einnahmen zwischen 1,25 und 1,325 Milliarden Euro zu erzielen, mit einem operativen Gewinn von 110 bis 120 Millionen Euro, angetrieben von der Akquisition des französischen Unternehmens Sateba. Obwohl diese Übernahme das Ergebnis vorübergehend belasten könnte, wird ein Abschluss des Deals bald erwartet. Diese Transaktion, in der finalen Phase, wird laut Jefferies-Experte Piasta gegen Ende des Sommers abgeschlossen - bis dahin plant Vossloh eine Konkretisierung der Jahresprognose.

