Vorstoß in die Zukunft: Wasserstoff-Importkorridor aus Nordafrika nimmt Gestalt an
Die Entwicklung eines strategischen Wasserstoff-Importweges zwischen Nordafrika und Europa macht erhebliche Fortschritte. Länder wie Deutschland, Algerien, Italien, Österreich und Tunesien haben in Rom eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, um den sogenannten südlichen Wasserstoffkorridor voranzutreiben. Diese Initiative verspricht, grünen Wasserstoff aus Nordafrika über Italien nach Österreich und Süddeutschland zu leiten.
Bereits Ende Mai hatten Deutschland, Österreich und Italien signalisiert, dass sie Unterstützung für dieses zukunftweisende Projekt leisten würden. Die Einbeziehung Algeriens und Tunesiens markiert nun eine offizielle Erweiterung dieser ehrgeizigen Zusammenarbeit.
Mit einer Länge von etwa 3.500 bis 4.000 Kilometern wird der Korridor eine bedeutende Infrastrukturmaßnahme darstellen. Der europäische Abschnitt dieses Korridors soll auf umgerüsteten Erdgaspipelines basieren, die bis zu 70 Prozent der Strecke ausmachen könnten. Wirtschaftsstaatssekretär Philipp Nimmermann betonte die Bedeutung dieses Projekts und sieht darin einen bedeutenden Schritt zur Nutzung des enormen Potenzials Nordafrikas für erneuerbare Energien.

