Vorschlag zur Waffenruhe: Hoffnung im Gaza-Konflikt
Die angespannte Lage im Nahen Osten könnte auf eine diplomatische Wende zusteuern. Berichten zufolge befindet sich die Hamas in intensiven Beratungen mit anderen palästinensischen Gruppen über einen Vorschlag für eine neue Waffenruhe. Der arabische Sender Al-Dschasira zitierte aus einer Erklärung der Hamas, dass diese Konsultationen mit den Führern der palästinensischen Kräfte führt, um die zionistische Aggression zu beenden und den Zugang für humanitäre Hilfe zu gewährleisten. Eine endgültige Entscheidung soll den Vermittlern nach Abschluss der Gespräche präsentiert werden.
Dieser jüngste Vorschlag, vermittelt von den USA, Ägypten und Katar, stellt eine 60-tägige Feuerpause im krisengebeutelten Gaza in Aussicht. Laut Aussagen von US-Präsident Donald Trump hat Israel den erforderlichen Bedingungen für diesen Waffenstillstand bereits zugestimmt. Die Hamas betonte, dass sie den Vorschlag mit Bedacht und Verantwortungsbewusstsein prüft.
Die Bedingungen des Abkommens sind bislang im Detail noch verschwommen. Ein Bericht der "New York Times" offenbart jedoch, dass ein Tausch von lebenden Geiseln und entführten Leichen gegen palästinensische Häftlinge im Raum steht. Zehn der aus Israel entführten Geiseln könnten freikommen, während parallel die Übergabe von 18 Leichen stattfinden soll. Diese Schritte sollen in fünf Phasen innerhalb des 60-tägigen Zeitrahmens umgesetzt werden.
Der Konflikt hatte seinen Anfang am 7. Oktober 2023, als die Hamas und andere Gruppen Israel überfielen. Etwa 1.200 Menschen verloren dabei ihr Leben, während mehr als 250 Personen als Geiseln genommen wurden. In Reaktion darauf wurden über 56.000 Palästinenser in Gaza getötet, eine Zahl der Hamas, die schwer unabhängig verifizierbar ist und nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten differenziert.

