Von Magellan bis Hubble
NASA-Astronaut Mark Lee berichtet im Technik Museum Speyer von seinen vier Space-Shuttle-Missionen

13. Juli 2026, 08:21 Uhr · Quelle: LifePR
Von Magellan bis Hubble
Foto: LifePR
Am 8. August berichtet Mark Lee im FORUM Kino von seinen vier Space-Shuttle-Missionen und gewährt persönliche Einblicke in das Leben und Arbeiten im All
Der ehemalige NASA-Astronaut Mark Lee spricht am 8. August 2026 im Technik Museum Speyer über seine vier Space-Shuttle-Missionen.

Sinsheim, 13.07.2026 (lifePR) - Mit dem Besuch des ehemaligen NASA-Astronauten Mark Lee geht der „Space Summer“ im Technik Museum Speyer am 8. August 2026 in seine letzte Veranstaltung. Ab 14 Uhr berichtet er im FORUM Kino des Museums von seinen vier Space-Shuttle-Missionen und gewährt persönliche Einblicke in das Leben und Arbeiten im All. Zu den Höhepunkten seiner Raumfahrtkarriere zählen die Aussetzung der Venus-Sonde „Magellan“, der erste Test des astronautischen Rettungssystems SAFER sowie die Wartung und Modernisierung des Hubble-Weltraumteleskops. Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Gesprächs- und Fragerunde mit dem Publikum. Für Kinder bis 14 Jahre besteht zudem die Möglichkeit für ein Erinnerungsfoto mit dem Astronauten. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der Zutritt ist mit einer gültigen Eintrittskarte des Technik Museum Speyer möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen gibt es unter: www.technik-museum.de/mark-lee

Mark Lees Werdegang
Mark Lee wurde am 14. August 1952 in Viroqua im US-Bundesstaat Wisconsin geboren. Nach seinem Schulabschluss im Jahr 1970 studierte er Bauingenieurwesen an der United States Air Force Academy und schloss das Studium 1974 mit dem Bachelor of Science ab. Im Anschluss absolvierte er seine Pilotenausbildung und flog nach einer Weiterbildung auf der F-4 Phantom II zweieinhalb Jahre beim 25. Tactical Fighter Squadron auf der Kadena Air Base in Okinawa, Japan. 1979 erwarb Mark Lee am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Master of Science im Maschinenbau mit dem Schwerpunkt auf modernen Verbundwerkstoffen. Anschließend war er als Manager für operative Unterstützung im AWACS-Programmbüro der US-Luftwaffe auf der Hanscom Air Force Base tätig. 1982 wechselte er auf das Mehrzweckkampfflugzeug F-16 und übernahm Führungsaufgaben bei der 388th Tactical Fighter Wing auf der Hill Air Force Base in Utah. Im Mai 1984 wurde Mark Lee von der NASA für die zehnte Astronautengruppe ausgewählt. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Missionsspezialisten im Juli 1985 übernahm er zahlreiche technische und organisatorische Aufgaben im Space-Shuttle-Programm. Dazu gehörten unter anderem die Bereiche Außenbordeinsätze (EVA), Spacelab, Raumstationssysteme sowie die Tätigkeit als Raumfahrzeugkommunikator (CAPCOM) im Mission Control Center. Darüber hinaus leitete er verschiedene Abteilungen des Astronautenbüros, unter anderem für Missionsentwicklung sowie EVA und Robotik, und war an der Planung der Montage der Internationalen Raumstation beteiligt. Während seiner Karriere absolvierte Mark Lee insgesamt vier Raumfahrtmissionen. 

Mission STS-30 „Atlantis“
Mark Lee startete am 4. Mai 1989 mit der Raumfähre „Atlantis“ zu seiner ersten Weltraummission. Hauptaufgabe der viertägigen Mission STS-30 war das erfolgreiche Aussetzen der Venus-Sonde „Magellan“, die anschließend ihre 15-monatige Reise zur Venus antrat. Die Mission endete am 8. Mai 1989 mit der Landung auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien. Mark Lee verbrachte dabei 4 Tage, 56 Minuten und 27 Sekunden im Weltraum und absolvierte 65 Erdumrundungen. 

Mission STS-47 „Endeavour“
Am 12. September 1992 startete Mark Lee mit der Raumfähre „Endeavour“ zu seiner zweiten Mission ins All. STS-47 war eine gemeinsame Mission der NASA und der japanischen Raumfahrtagentur NASDA. Im Spacelab-Modul führte die internationale Besatzung zahlreiche material- und lebenswissenschaftliche Experimente unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit durch. Die Mission endete am 20. September 1992 mit der Landung im Kennedy Space Center in Florida. Mark Lee verbrachte 7 Tage, 22 Stunden, 30 Minuten und 22 Sekunden im Weltraum und umrundete die Erde 126 Mal. 

Mission STS-64 „Discovery“
Seine dritte Mission begann am 9. September 1994 an Bord der Raumfähre „Discovery“. Im Mittelpunkt stand das „LIDAR In-Space Technology Experiment“ (LITE), mit dem die Erdatmosphäre untersucht wurde. Darüber hinaus wurden wissenschaftliche Experimente zur Erforschung des Sonnenwinds und der Sonnenkorona durchgeführt. Während eines Außenbordeinsatzes testeten Mark Lee und sein Kollege Carl Meade erstmals das astronautische Rettungssystem „SAFER“, das für Notfälle bei Weltraumspaziergängen entwickelt wurde. Nach der Landung am 20. September 1994 auf der Edwards Air Force Base hatte Lee 10 Tage, 22 Stunden, 49 Minuten und 56 Sekunden im All verbracht, 252 Erdumrundungen absolviert und einen Außenbordeinsatz von 6 Stunden und 51 Minuten durchgeführt. 

Mission STS-82 „Discovery“
Mit der Mission STS-82 absolvierte Mark Lee 1997 seinen vierten und letzten Raumflug. Ziel der Mission war die zweite Wartungs- und Modernisierungsmission für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Besatzung führte umfangreiche Reparatur- und Aufrüstungsarbeiten durch, um die Leistungsfähigkeit des Teleskops weiter zu verbessern. Mark Lee absolvierte gemeinsam mit seinem Kollegen Steven Smith drei der insgesamt fünf Außenbordeinsätze. Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten wurde Hubble wieder ausgesetzt. Die Mission endete am 21. Februar 1997 im Kennedy Space Center. Lee verbrachte dabei 9 Tage, 23 Stunden, 37 Minuten und 7 Sekunden im Weltraum, umrundete die Erde 149 Mal und absolvierte drei Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 19 Stunden und 10 Minuten. 

Aufenthalt im Weltraum
Während seiner vier Raumfahrtmissionen verbrachte Mark Lee insgesamt 32 Tage, 21 Stunden, 53 Minuten und 52 Sekunden im Weltraum. Dabei umrundete er die Erde 516 Mal und absolvierte vier Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 26 Stunden und einer Minute. 

Mit dem Besuch von Mark Lee endet der „Space Summer“ der Technik Museen Sinsheim Speyer. Anlässlich der Jubiläen – 45 Jahre Technik Museum Sinsheim und 35 Jahre Technik Museum Speyer – bot die Veranstaltungsreihe den Besuchern im Sommer 2026 persönliche Begegnungen mit internationalen Raumfahrtpersönlichkeiten und außergewöhnliche Einblicke in die bemannte Raumfahrt. 

Kunst & Kultur / Raumfahrt / Technik Museum Speyer / Mark Lee / Space Summer / Hubble-Teleskop / Magellan-Sonde
[lifepr.de] · 13.07.2026 · 08:21 Uhr
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