Von der Leyen setzt auf schärfere Sanktionen gegen Russland nach Raketenangriffen in Kiew
Die Europäische Union steht erneut vor einer wegweisenden Entscheidung im Umgang mit Russland. Nach einem verheerenden Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, der sich unweit der EU-Vertretung ereignete, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die zügige Einführung neuer Sanktionen gegen Russland angekündigt. "Wir sind bereit, unser 19. Sanktionspaket mit harten Maßnahmen in naher Zukunft vorzustellen", äußerte von der Leyen zuversichtlich aus Brüssel. Ziel sei es auch, eingefrorene russische Vermögenswerte effektiver für die Unterstützung der Ukraine einzusetzen.
Die jüngsten Angriffe haben in schockierender Art und Weise die Brutalität des Kremls unterstrichen, so von der Leyen. Zwei Raketen landeten innerhalb von 20 Sekunden nahe der EU-Vertretung und hinterließen ein Zeichen der Verwüstung, das den gefährlichen Kurs Moskaus verdeutlicht. "Es zeigt, dass der Kreml vor nichts zurückschreckt, um Angst und Schrecken zu verbreiten", kritisierte die Kommissionspräsidentin. Trotz der Schwere des Angriffs blieben die Mitarbeiter der EU-Delegation unverletzt.
Bereits zuvor wurde in diplomatischen Kreisen die Arbeit an neuen Sanktionen erörtert. Doch die Eskalation könnte nun einen verstärkten Druck zur Verschärfung der Maßnahmen erzeugen, da der jüngste Angriff das Ausmaß der Bedrohung eindringlich vor Augen führt.
Während es in Kiew zu zahlreichen Todesfällen kam – die Behörden berichten von 14 Toten und 48 Verletzten – strebt von der Leyen weitere Maßnahmen zur Sicherung der EU-Außengrenzen an. Eine Reise zu den Mitgliedstaaten im osteuropäischen Raum ist bereits geplant, um notwendige Abstimmungen mit Partnerländern wie Lettland, Finnland und Estland zu gewährleisten. Die symbolische und politische Unterstützung dieser Länder ist entscheidend für den weiteren Kurs der EU in diesem geopolitisch brisanten Konflikt.

