Vom Kreml zum Kalten Krisenherd: Diplomatische Zwischentöne im Ukraine-Konflikt
Überraschend offen präsentiert sich der Kreml hinsichtlich der Möglichkeit eines künftigen Treffens zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem ukrainischen Pendant Wolodymyr Selenskyj. Kremlsprecher Dmitri Peskow betont, dass Präsident Putin einer solchen Zusammenkunft nicht abgeneigt sei. Ein solches Gipfeltreffen müsse jedoch gründlich vorbereitet werden, um die auf Expertenebene erzielten Fortschritte endgültig zu verankern. Aktuell sei die Arbeit auf dieser Ebene jedoch nicht besonders dynamisch.
Reaktionen folgten als Antwort auf die Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz, der seine Skepsis über ein baldiges Treffen ausdrückte. Zusätzlich verwies US-Präsident Donald Trump bei einem kürzlichen Treffen mit Selenskyj und Merz darauf, dass ein Treffen innerhalb von zwei Wochen möglich sei. Dennoch, aus Moskau verlautete lediglich die Bereitschaft zu bilateralen Gesprächen auf einer höheren diplomatischen Ebene, wie etwa zwischen Außenministern. Ein direktes Gipfeltreffen zwischen Putin und Selenskyj blieb jedoch ungenannt.
Der Kreml, der diplomatische Offenheit demonstriert, wartet auf eine Bestätigung der ukrainischen Seite. Russland hat bereits seine Gedanken für eine Konfliktlösung der Ukraine schriftlich dargelegt, die durch Kiew diskutiert werden sollten. Unter den bedeutenden Forderungen steht der Verzicht der Ukraine auf die von Russland annektierten Gebiete, was von Selenskyj mit Blick auf die ukrainische Verfassung strikt abgelehnt wird.

