Volkswagen’s SEAT in Finalverhandlungen mit Brüssel: Hoffnung auf Zollbefreiung für Elektroauto
Die spanische SEAT-Division von Volkswagen führt derzeit vielversprechende Verhandlungen mit der Europäischen Kommission, um hohe Importzölle für ein in China produziertes Elektrofahrzeug aufzuheben. Markus Haupt, Interims-CEO von SEAT SA, äußerte sich auf der IAA in München optimistisch über einen baldigen Durchbruch in den Gesprächen.
Die diskutierte Fahrzeugmodell, der CUPRA Tavascan, wird in China gefertigt und nach Europa exportiert. Aufgrund neuer Vorschriften seitens der EU ist das Modell mit zusätzlichen 20,7% Zöllen belastet, zusätzlich zu dem bereits bestehenden 10%-Zoll. Haupt argumentierte, dass der Tavascan zwar in China gefertigt, jedoch in Spanien entworfen und in Europa entwickelt wurde, daher sollten die Zölle nicht zur Anwendung kommen.
Das Unternehmen berichtete über einen drastischen Rückgang des operativen Gewinns um 91% in der ersten Hälfte des Jahres 2025, was teilweise auf die hohen Zölle zurückzuführen ist. SEAT, das die Kosten für die Zölle bisher vollständig übernommen hat, warnte im Februar, dass bis zu 1.500 Arbeitsplätze gefährdet seien.
Zusätzlich gab Haupt bekannt, dass der geplante Eintritt in den US-Markt für die Marke CUPRA aufgrund örtlicher Zölle verschoben wurde. Stattdessen zieht CUPRA eine Markteinführung im Nahen Osten in Betracht, einer Region voller wohlhabender junger Menschen, die zur Zielgruppe der Marke gehören.

