Volkswagen trotzt Herausforderungen und steigert Elektroauto-Verkäufe
Volkswagen konnte im dritten Quartal mit einem leichten Absatzplus von einem Prozent auf 2,2 Millionen Fahrzeuge glänzen. Ein entscheidender Wachstumstreiber war die steigende Nachfrage nach Elektroautos, die um fast ein Drittel auf 252.100 Fahrzeuge zulegten. Besonders erfreulich entwickelten sich die Marken Skoda und Seat innerhalb des Konzerns. Audi profitierte ebenfalls von der Elektroauto-Nachfrage und verzeichnete einen beeindruckenden Anstieg von 59 Prozent in diesem Segment. Insgesamt musste Audi jedoch einen Rückgang der Gesamtauslieferungen um 2,6 Prozent hinnehmen, was die Auswirkungen des harten Wettbewerbs und der Rabattschlachten auf dem chinesischen Markt sowie den US-Zöllen widerspiegelt. Der Rückgang fiel insgesamt milder aus, als es das bisherige Jahr vermuten ließ.
Während die VW-Kernmarken leichte Verluste verzeichnen, zeigen Skoda, Seat/Cupra und die Nutzfahrzeugsparte starke Zuwächse. Schwächer entwickelte sich das Geschäft für VW in China mit einem Rückgang von 7,2 Prozent, belastet durch den harten Preiswettbewerb und den Druck auf Elektroauto-Absätze. In den USA und Europa hingegen zogen die Verkäufe von Elektroautos an. Förderprogramme und Kaufanreize standen im Fokus, was vorgezogene Käufe förderte.
VW und Audi heben sich damit positiv von Mercedes ab, das im dritten Quartal einen Absatzrückgang von 12 Prozent zu verzeichnen hatte. BMW meldete im selben Zeitraum einen Absatzanstieg um knapp 9 Prozent dank Mini und Rolls-Royce. Dieser Anstieg erweist sich jedoch als trügerisch, da das Vorjahresquartal durch Produktionsprobleme beeinträchtigt war. Eine Gewinnwarnung direkt nach der Verkaufszahlmeldung verdeutlicht weiterhin die Unzufriedenheit der Münchner mit der Gesamtentwicklung und die Verlustposition bei Elektroautos im Gegensatz zu VW und Audi.

