Vogelschutz im Luftverkehr: Sicherheit im Fokus nach Kollision mit Iberia-Flug
Der Vorfall eines Iberia-Flugs erweckt verstärkt Aufmerksamkeit für ein bekanntes Risiko der Luftfahrtindustrie: Vogelschläge. Auf dem Weg von Madrid nach Paris musste ein Airbus A321XLR der spanischen Fluggesellschaft Iberia kurz nach dem Start zum Flughafen Adolfo Suárez zurückkehren. Grund war die Kollision mit einem großen Vogel, was zu Schäden im vorderen Bereich der Maschine und an einem der Triebwerke führte. Die Passagiere waren dabei jedoch laut Iberia nicht gefährdet.
Obwohl vermutet wird, dass es sich bei dem Vogel um einen Geier handelte, gibt es dafür keine offizielle Bestätigung. Die Maschine, erst im Juli in Dienst gestellt, erlebte den Zwischenfall am Sonntagnachmittag während des Steigflugs. Erste Berichte und ein in sozialen Netzwerken vielfach geteiltes Video von Musiker Giancarlo Sandoval zeigen die angespannte Situation an Bord. Trotzdem handelte die Besatzung professionell und leitete nach den Sicherheitsprotokollen eine sichere Rückkehr ein.
Solche Kollisionen sind keine Seltenheit. Im Interview eines spanischen TV-Senders berichtete der Madrider Fluglotse Juan Gómez, dass Vogelschläge relativ häufig vorkommen, aber nicht immer mit großen Vögeln. Er betonte, dass der Aufprall weniger schwerwiegend war, als es auf Bildern erscheinen mag, da der vordere Teil der Flugzeuge leicht und mit empfindlicher Technik, wie dem Wetterradar, ausgestattet ist.
Das Fachportal 'Aviacionline' unterstreicht, dass Flughäfen weltweite Maßnahmen zur Tierkontrolle ergreifen. Die Zulassung von Flugzeugtriebwerken beinhaltet strenge Vögeltests, um bei einem Zusammenstoß die Sicherheit und Integrität der Maschine zu gewährleisten.

