Vogelgrippe: Bundeslandwirtschaftsminister fordert verstärkte Schutzmaßnahmen
Angesichts der raschen Ausbreitung der Vogelgrippe ruft Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zu verstärkten Schutzmaßnahmen auf. Er betont die kritische Bedeutung, die Verbreitung des Virus zu verhindern, um sowohl Tiere zu schützen als auch die Land- und Lebensmittelwirtschaft vor erheblichen Schäden zu bewahren. Konkret liegt die Verantwortung bei den zuständigen Ministern der Bundesländer, wie in seinen Gesprächen verdeutlicht wurde.
Um auf die wirtschaftlichen Folgen zu reagieren, hat das Bundesministerium bei der Europäischen Union beantragt, die Obergrenze der Entschädigungszahlungen für die Keulung wertvoller Tiere von derzeit 50 Euro auf bis zu 110 Euro zu erhöhen. Diese Zahlungen erfolgen in der Regel basierend auf dem Marktwert als Grundlage aus der Tierseuchenkasse.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat die Risikoeinschätzung inzwischen auf hoch angehoben. Besonders besorgniserregend ist der jüngste sprunghafte Anstieg der Infektionsfälle bei sowohl Wildvögeln als auch Geflügelbeständen. Dies verdeutlicht die Dringlichkeit eines koordinierten und gemeinsamen Vorgehens in der gegenwärtigen Situation.

