Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen nach Ausschreitungen in Torre Pacheco
Nach intensiven Ausschreitungen im spanischen Torre Pacheco, gelegen im Südosten des Landes in der Region Murcia, hat die spanische Regierung die Polizeipräsenz erheblich aufgestockt. Mariola Guevara, die regionale Repräsentantin der spanischen Zentralregierung, betonte in einem RTVE-Interview die Notwendigkeit dieser Maßnahmen.
Bei den Vorfällen, die sich während des Wochenendes ereigneten, wurden fünf Personen verletzt und eine festgenommen. Die Ausschreitungen fanden in einem Spannungsfeld zwischen mutmaßlich ultrarechten Gruppen und Migranten aus der Region statt. Dank des schnellen Eingreifens der Ordnungskräfte konnte eine direkte Auseinandersetzung zwischen den Parteien verhindert werden, berichtete der Bürgermeister von Torre Pacheco, Pedro Ángel Roca.
Die Unruhen äußerten sich durch Flaschenwürfe sowie brennende Müllcontainer und errichtete Barrikaden in den Straßen. Ursprung der Anspannungen war eine Kampagne auf sozialen Medien, die zu einer sogenannte "Jagd auf Migranten" aufrief. Diese Aufrufe verstärkten sich nach einem Vorfall, bei dem ein älterer Mann von Migranten attackiert worden sein soll.
Befeuert durch die ultrarechte Szene entfachte sich eine Diskussion über Einwanderung und Kriminalität. Trotz der Unruhen bleiben die genauen Zahlen der Randalierenden unklar, jedoch soll die Mehrheit der Beteiligten aus anderen Orten angereist sein. Die örtliche Bevölkerung von Torre Pacheco, wo etwa 30 Prozent der Einwohner ausländische Wurzeln haben, sieht sich seit Tagen mit erhöhter Anspannung konfrontiert, insbesondere aufgrund von Drohungen gegen marokkanische Familien.

