Versorgungssicherheit gesichert: VNG bleibt optimistisch trotz niedriger Gasspeicherstände
Der ostdeutsche Energiekonzern VNG zeigt sich trotz der gegenwärtig vergleichsweise niedrigen Füllstände in den deutschen Gasspeichern unbesorgt hinsichtlich der Versorgungssicherheit. Das Unternehmen betont, die gegenwärtige Lage als stabil zu erachten und hebt hervor, dass die Gasspeicher auch in der aktuellen Wintersaison zuverlässig ihren Zweck erfüllen. Sie gewährleisten in der Zeit hoher Nachfrage eine gesicherte Versorgung durch kurzfristig zur Verfügung stehende Gasreserven. Aktuell verzeichnen die VNG-Speicher einen Füllstand von etwa 36 Prozent, während die Speicherung deutschlandweit bei rund 32 Prozent liegt.
Das Unternehmen beobachtet aufmerksam die Entwicklungen, ist sich aber der Herausforderung bewusst, dass diese niedrigeren Füllstände die Auffüllung für das kommende Speicherjahr erschweren könnten. Dennoch sieht der Gasgroßhändler keine unmittelbare Gefährdung, da zusätzliche LNG-Mengen verfügbar seien, die flexibel in das Versorgungssystem integriert werden können. Für die restliche Winterzeit zeigt sich VNG zuversichtlich, dass Deutschland die Saison ohne größere Probleme überstehen wird. Auch wenn Knappheiten zu höheren Preisen führen, liegen diese noch weit unter den Spitzenwerten des Krisenjahres 2022.
Von zentraler Bedeutung für die Versorgungssicherheit, gerade bei niedrigen Speicherständen, seien laut VNG langfristige Lieferverträge und LNG-Importe. Verträge mit norwegischen Produzenten böten verlässliche Bezugsmengen und helfen, Preisschwankungen abzufedern. Angesichts der Speicherstände von nur einem Drittel ihrer Kapazität fordern Stimmen aus der Landespolitik stärkere staatliche Vorsorgemaßnahmen.
Ein SPD-Politiker spricht sich für die Schaffung einer strategischen Gas-Notreserve aus, um ähnliche Engpässe in zukünftigen Wintern zu vermeiden und fordert entschlossene Maßnahmen der Bundesregierung. VNG, mit Hauptsitz in Leipzig, betreibt vier Speicheranlagen in Bernburg und Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt sowie in Etzel, Niedersachsen.

