Versorgungsengpässe: Saporischschja leidet unter Strom- und Wasserausfällen
In der südukrainischen Region Saporischschja, die seit letztem Jahr unter russischer Kontrolle steht, sind schwere Versorgungsprobleme aufgetreten. Laut Jewgeni Balizki, dem von Russland eingesetzten regionalen Verwalter, führen die hohen Temperaturen zu einer kritischen Überlastung der Energieanlagen. Dies hat zu einem weitreichenden Blackout in dieser von Konflikten betroffenen Region geführt.
Die größten Städte der Region, Melitopol und Berdjansk, sind besonders stark betroffen. Infolge der Probleme mit der Stromversorgung musste auch die Wasserversorgung in Saporischschja und benachbarten Landkreisen eingestellt werden. Über die Dauer dieses Ausfalls gibt es bisher keine konkreten Informationen.
Die Temperaturen in der Region kletterten im Tagesverlauf auf überdurchschnittliche Werte, was die ohnehin durch Kriegshandlungen beeinträchtigte Infrastruktur zusätzlich belastet. Seit der russischen Kontrolle im März 2022 umfasst das besetzte Gebiet das bedeutende Kernkraftwerk Saporischschja in Enerhodar.
Aufgrund der andauernden Kämpfe und der ständigen Gefahr eines nuklearen Zwischenfalls wurde der Betrieb des Kraftwerks eingestellt. Vor dem russischen Angriff war das AKW mit 6.000 Megawatt das stärkste Kernkraftwerk Europas.

