Vermögensverteilung in Ost und West: Ein neuer Vorstoß für mehr Gerechtigkeit
Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser hat ein ambitioniertes Konzept zur Förderung der Vermögensgleichheit zwischen Ost und West vorgeschlagen. Die SPD-Politikerin bezeichnete das sogenannte 'Grunderbe' als eine 'spannende Idee' und betonte die Bedeutung der Diskussion um Vermögens- und Erbschaftssteuer sowie die geplante Frühstartrente. Dies wird besonders vor dem Hintergrund des 35. Jahrestags der deutschen Einheit relevant, da weiterhin große Unterschiede zwischen Arm und Reich bestehen.
Kaiser warnte vor den Auswirkungen der ungleichen Vermögensverhältnisse auf die gesellschaftliche Stimmung und machte deutlich, dass die Lebensstandards in Ost und West angeglichen werden müssen. Eine Forsa-Umfrage verdeutlicht, dass viele Ostdeutsche nach wie vor mehr Trennendes als Verbindendes zwischen den Landesteilen sehen. Die Herausforderungen reichen von Vermögen bis hin zur Verteilung von Führungspositionen, was besonders in Krisenzeiten zu verstärkten Spannungen führt.
Ein vielversprechender Ansatzpunkt zur Förderung der Verständigung zwischen Ost und West ist das geplante Zukunftszentrum in Halle an der Saale. Auch wenn das Bauprojekt noch Zeit in Anspruch nehmen wird, sollen bereits in provisorischen Räumen Programme starten, um den Dialog zu fördern und die Perspektiven zu erweitern.
Mit Sorge betrachtet Kaiser die potenziellen Wahlerfolge der AfD in ostdeutschen Bundesländern. Sie betonte die Wichtigkeit, aktiv gegenzusteuern und das Vertrauen der Bürger in politische Parteien zu stärken. Es gelte, nicht überzogene Erwartungen zu wecken und pragmatische, nachvollziehbare Kompromisse einzugehen, um wieder Vertrauen zu gewinnen.

