Verluste an US-Börsen: Handelskonflikt und Bankaktien im Fokus
Die US-Börsen erlitten am Dienstag im Schatten des andauernden Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie deutlichen Kursverlusten im Bankensektor merkliche Einbußen. Der Dow Jones Industrial sank um 0,32 Prozent auf 45.921 Punkte, während der Nasdaq 100, geprägt von Technologiewerten, um 0,84 Prozent auf 24.542 Punkte fiel. Auch der S&P 500 gab um 0,52 Prozent auf 6.620 Punkte nach. Insgesamt konnten die Indizes ihre Eröffnungsverluste leicht eindämmen, die jedoch deutliche Spuren hinterließen.
Die Spannungen im Handelsstreit traten an diesem Tag erneut zutage, als neue Hafengebühren auf Frachtschiffe zwischen den USA und China in Kraft traten. China unterstrich seine Bereitschaft, den Konflikt bis zum Ende auszufechten, was den Kapitalmärkten keine Ruhe gönnte. Jürgen Molnar von Robomarkets betont, dass jede Eskalation, auch wenn sie nur auf Hafengebühren beschränkt sei, an den globalen Finanzmärkten nicht unbemerkt vorübergehen werde.
Chiphersteller wie Nvidia und Intel litten unter dieser Unsicherheit und mussten Kursverluste von 3 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent hinnehmen. Im Gegensatz dazu profitierten Aktien von Firmen, die in kritische Metalle investieren, insbesondere solche mit Fokus auf Seltene Erden. So verzeichnete Critical Metals einen Kursanstieg von über 20 Prozent, da in diesem Handelskonflikt China mit seinen signifikanten Vorkommen dieser Rohstoffe als im Vorteil angesehen wird.
Die US-Berichtssaison wurde am Dienstag durch die großen Banken eingeleitet. Während JPMorgan und Goldman Sachs trotz positiver Analystenbewertungen Verluste von 2,4 und 3,2 Prozent hinnehmen mussten, konnten Citigroup und Wells Fargo mit Kursgewinnen von 1,0 und 4,4 Prozent glänzen. Auch Johnson & Johnson, der Pharma- und Konsumgüterkonzern, fiel um 0,8 Prozent nach der Bekanntgabe einer erwarteten Abspaltung seines Orthopädiebereichs, trotz hervorragender Ergebnisse im dritten Quartal.

