Verhandlungen mit dem Iran: Europas Ultimatum und Trumps Gelassenheit
Die Bühne der internationalen Diplomatie ist um ein Drama reicher geworden. Der US-Außenminister Marco Rubio hat sich mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien darüber verständigt, ein Ultimatum für ein Atomabkommen mit dem Iran festzusetzen. In einem vertraulichen Telefonat wurde Ende August als Frist ausgemacht, wie die Plattform 'Axios' berichtet. Damit haben die Allianzpartner einen ambitionierten Zeitrahmen gesetzt, um das brisante Thema der nuklearen Aufrüstung zu klären.
Tammy Bruce vom US-Außenministerium bestätigte den Inhalt des Gesprächs und betonte, dass das Hauptanliegen sei, dem Iran den Besitz einer Atomwaffe zu verwehren. Detaillierte Informationen zu den Plänen blieben jedoch aus. Sollte es bis Ende August kein erfolgreiches Abkommen geben, könnten die europäischen Mächte den sogenannten Snapback-Mechanismus auslösen, um die Sanktionsmaschinerie gegen Teheran in Gang zu setzen. Dies hat Bundesaußenminister Johann Wadephul bereits ins Spiel gebracht und darauf verwiesen, dass man gemeinsam mit Washington entscheiden werde, wie man den Trumpf des Snapback-Mechanismus ausspielen könnte.
Für den Iran gibt es jedoch noch eine Möglichkeit, die drohenden Sanktionen abzuwenden. Europa plant, in den kommenden Wochen den Dialog zu suchen, um Teheran zu Schritten zu ermutigen, die die internationale Gemeinschaft beruhigen könnten. Trotz dieses drohenden Szenarios scheint US-Präsident Donald Trump indes gelassen. Er äußerte zwar, dass der Iran zu Verhandlungen mit den USA bereit sei, zeigt sich jedoch nicht in Eile, diese zu führen.
Die diplomatischen Mühlen mahlen weiter und während die Gespräche vorangetrieben werden, bleibt der Ausgang ungewiss. Das Ringen um das iranische Atomprogramm geht in die nächste Runde – mit einer gespannten Spannung, die sowohl Risiko als auch Hoffnung birgt.

