Verhaltene Dax-Entwicklung vor US-Arbeitsmarktdaten: Analystenkommentare im Fokus

Der Dax zeigt sich am Dienstag von seiner zurückhaltenden Seite und bleibt trotz eines erfolgreichen Starts in die Woche unter der bedeutenden Marke von 25.000 Punkten. Angespannt blicken Investoren auf die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die am Mittwoch veröffentlicht werden, wodurch die Börsenstimmung gedämpft bleibt. Der Leitindex schloss den Nachmittag bei 24.995 Punkten, einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent. Auch der MDax musste ein Minus von 0,1 Prozent auf 31.930 Zähler verzeichnen, während der EuroStoxx mit kleinen Gewinnen auf sich aufmerksam machte.
Laut UBS-Chartexperten könnte der Dax die Hürde von 25.000 Punkten überwinden, wenn er die Kurslücke vom 19. Januar schließt. Hier hatte ein diplomatischer Konflikt mit den USA für Aufregung gesorgt. Das Erreichen des Rekordwerts vom Januar bei 25.507 Punkten bleibt allerdings vorerst aus.
Die Veröffentlichung der US-Einzelhandelszahlen konnte keine nennenswerten Impulse setzen. Zudem fielen die Unternehmenszahlen in Deutschland durchwachsen aus. Besonders im Fokus standen die Aktien von Teamviewer, die mit einem Minus von 4,2 Prozent Richtung Rekordtief abrutschten, bedingt durch eine gedämpfte Prognose bis 2026. Ebenfalls unter Druck gerieten die Anteile von Tui mit einem Kursrückgang von 3,7 Prozent, trotz eines gestiegenen operativen Gewinns im ersten Quartal.
Positiv überraschten die Aktien der Commerzbank, die um 1,9 Prozent zulegten. Vorab-Daten führten die Bewegung an, wobei Analysten den Überschuss als über den Erwartungen liegend bewerteten. Salzgitter konnte nach anfänglicher Enttäuschung bei den Ausblickszahlen eine Erholung um zwei Prozent verzeichnen.
Analystenkommentare spielten erneut eine bedeutende Rolle: Die UBS senkte Kaufempfehlungen für 1&1 und Ionos, was deren Kurse sowie die der Mutter United Internet belastete. Im Gegensatz dazu nutzte Goldman Sachs die Gelegenheit, Chemiewerte wie Evonik und Symrise mit Kaufempfehlungen zu versehen. BASF und Lanxess zählten ebenfalls zu den Gewinnern, letztere dank einer optimistischeren Sichtweise durch Analysten.
Für Aixtron hingegen bedeutete eine positive Bewertung von Jefferies einen Kursanstieg von über acht Prozent. Die Analysten sehen Potenzial im Bereich der Künstlichen Intelligenz, was den Halbleiterausrüster in ein neues Licht rückt.

