Verbraucherstimmung in den USA erstaunlich zuversichtlich – Globales Wirtschaftsgeschehen in Bewegung
Das Vertrauen der US-amerikanischen Verbraucher ist im Mai in einem unerwarteten Maß gestiegen. Der entsprechende Indikator, gemessen durch das Marktforschungsinstitut Conference Board, erhöhte sich um beeindruckende 12,3 Punkte auf nunmehr 98,0 Punkte. Dies markiert den stärksten monatlichen Anstieg seit vier Jahren und übertrifft die Erwartungen der Volkswirte, die lediglich mit einem Anstieg auf 87,1 Punkte gerechnet hatten.
Gleichzeitig hat sich die Inflation in Frankreich überraschend abgeschwächt und den niedrigsten Stand seit Ende 2020 erreicht. Die europäischen Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Mai nur um 0,6 Prozent im Jahresvergleich, nachdem sie im April noch bei 0,9 Prozent lagen. Analysten hatten lediglich mit einer konstanten Teuerungsrate gerechnet.
In den USA gab es jedoch auch weniger erfreuliche Entwicklungen. Die Aufträge für langlebige Güter fielen im April deutlich um 6,3 Prozent, was das erste Minus nach vier aufeinander folgenden Monaten mit Zuwächsen darstellt. Dennoch lag dieser Rückgang unter den Einschätzungen der Volkswirte, die einen noch stärkeren Rückgang von 7,8 Prozent erwartet hatten.
Im internationalen Handel äußerte sich US-Präsident Donald Trump optimistisch bezüglich Fortschritte im Handelsstreit mit der Europäischen Union. Eine kürzliche Kontaktaufnahme der EU-Vertreter beschrieb er als "positiv" und drückte seine Hoffnung aus, dass die EU-Handelsbeziehungen zum Vorteil der USA geöffnet würden.
Unterdessen plant Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in Deutschland beträchtliche Investitionen, um die Infrastruktur zu modernisieren und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Diese sollen durch ein kreditfinanziertes Sondervermögen ermöglicht werden, wodurch die Investitionen auf rund 110 Milliarden Euro ansteigen sollen. Zugleich äußerte die Deutsche Industrie- und Handelskammer Bedenken bezüglich einer möglichen Konjunkturflaute in Deutschland, die durch das zurückhaltende Konsumverhalten der Verbraucher und zögerliche Investitionen der Unternehmen befeuert wird.
In der Eurozone verbessert sich die Wirtschaftsstimmung weiter, der Economic Sentiment Indicator (ESI) steigt um einen Punkt auf 94,8 Punkte. Damit übertrifft sie die Erwartungen der Bankvolkswirte und sendet ein positives Signal aus, auch wenn sie noch unter ihrem langfristigen Durchschnitt liegt.

