Veränderungen bei HELOC-Zinsabzügen: Was Hausbesitzer wissen müssen
Hausbesitzer, die die Zinsen einer Home Equity Line of Credit (HELOC) steuerlich absetzen möchten, müssen sich in einem sich wandelnden steuerlichen Umfeld zurechtfinden. Die Möglichkeit, Zinsen von einem HELOC steuerlich geltend zu machen, gibt es grundsätzlich – jedoch mit Einschränkungen. Entscheidender Faktor ist die Verwendung der Mittel: Laut Internal Revenue Service (IRS) sind die Zinsen dann absetzbar, wenn die Darlehensmittel zur Anschaffung, zum Bau oder zur wesentlichen Verbesserung der eigenen Immobilie verwendet werden. Zahlt man beispielsweise Kreditkartenschulden oder Arztrechnungen damit, entfällt die Abzugsfähigkeit.
Die Rahmenbedingungen hierfür änderten sich infolge des Tax Cuts and Jobs Act von Ende 2017. Bei HELOCs, die nach dem 15. Dezember 2017 aufgenommen wurden, können Zinsen auf bis zu 750.000 US-Dollar des qualifizierten Immobilienkredits abgesetzt werden – 375.000 US-Dollar bei getrennter Veranlagung von Verheirateten. Andererseits gelten für ältere HELOCs großzügigere Grenzen von bis zu einer Million US-Dollar. Wichtig bleibt, dass das HELOC durch die Haupt- oder Zweitwohnung besichert ist.
Sollte Ihr kumulierter Kreditsaldo - beispielsweise durch bedeutende Renovierungen - über den TCJA-Grenzen liegen, kann nur der Anteil der Zinsen bis zu diesen Schwellenwerten abgesetzt werden. Aufmerksamkeit gebührt auch der möglichen Rückkehr zu alten Abzugsgrenzen 2026, sollte der Gesetzgeber nicht eingreifen.
HELOC-Zinsen sind ein kompliziertes Thema, bei dem oft professionelle Beratung ratsam ist. Erst mit der vollen Übersicht über Vorschriften und Regelungen lässt sich von den steuerlichen Vorteilen profitieren. Unterlagen und Nachweise sollten sorgfältig geführt werden – nicht zuletzt im Hinblick auf mögliche IRS-Prüfungen.

