uvex: Traditionsreiche Schutzausrüstungsplatte wechselt den Kurs
Der renommierte fränkische Schutzausrüstungshersteller uvex, bekannt für seine hochwertigen Spezialbrillen, wird teilweise an die Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus veräußert. Dies verkündete das Unternehmen in seinem angestammten Firmensitz in Fürth.
Während Warburg Pincus die Mehrheit der Anteile übernimmt, behalten die Gesellschafterfamilien Winter und Grau eine bedeutende Minderheitsbeteiligung, was auf eine strategisch wohlüberlegte Nachfolgeregelung hindeutet. uvex, vor fast einem Jahrhundert von Philipp Winter ins Leben gerufen, hat sich mit seinen Produkten in der Sportwelt, insbesondere bei Skibrillen und -helmen, einen Namen gemacht.
Dennoch generiert das Unternehmen den Löwenanteil seiner Umsätze mit innovativer Arbeitsschutzausrüstung. Firmenchef Michael Winter betonte, dass die Zusammenarbeit mit einem starken Wachstumspartner erforderlich sei, um die Unternehmensgruppe für kommende Herausforderungen zu wappnen und die Marktführerschaft weiter auszubauen.
Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden zur Transaktion steht jedoch noch aus. Im jüngsten Geschäftsjahr 2023/24 erzielte uvex einen Umsatz von 666 Millionen Euro, was einem leichten Anstieg von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Trotz eines mit 9,3 Prozent rückläufgigen Sportbrillensegments erwirtschaftet uvex mehr als 80 Prozent seines Gewinns im Bereich Arbeitsschutz. Auch die internationale Ausrichtung bleibt mit über der Hälfte des Geschäftvolumens im Ausland ein entscheidender Erfolgsfaktor.

