USA verabschieden sich vom Penny: Münzproduktion eingestellt
Die Vereinigten Staaten schließen ein historisches Kapitel ihrer Währungsgeschichte, indem sie die Produktion ihrer 1-Cent-Münze nach über zwei Jahrhunderten einstellen. Ab dem kommenden Jahr werden keine weiteren Pennies mehr in Umlauf gebracht, wie aus Berichten mehrerer US-Medien hervorgeht, die sich auf das US-Finanzministerium und Münzhersteller berufen. Bereits jetzt ist die letzte Charge der Pennies in Auftrag gegeben worden. Der Auslöser für diesen Entschluss sind die gestiegenen Produktionskosten, die den Nominalwert der Münze übersteigen. Eine Anpassung der Preise an die nächsthöhere Münze, das 5-Cent-Stück, wird daher von den Unternehmen erwartet. Ursprünglich hatte US-Präsident Donald Trump, mit Blick auf die wirtschaftlichen Belastungen, die Beendigung der Penny-Produktion gefordert. Medienberichten zufolge könnten durch den Schritt 56 Millionen US-Dollar, umgerechnet knapp 50 Millionen Euro, eingespart werden.
In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird ebenfalls über den Sinn und Unsinn kleiner Cent-Münzen diskutiert. Die Bundesbank unterstützt die Idee des «Nationalen Bargeldforums», das zu einer Vereinfachung von Barzahlungen durch Runden auf den nächstgelegenen Fünf-Cent-Betrag plädiert. Dies basiert auf ähnlichen Argumenten: Die Herstellungskosten der Münzen übersteigen deren Geldwert.
Einige Länder der Eurozone, wie Finnland, die Niederlande und Irland, haben bereits gesetzliche Regelungen eingeführt, um im Alltag ohne die kleinteiligsten Münzen auszukommen. Diese Anpassungen sind jedoch auf individueller Länderebene getroffen worden, da eine komplette Abschaffung der Münzen in der Eurozone nur durch ein gemeinsames europäisches Abkommen möglich wäre.

